AMD „Zen 3“ 16-Kern-CPU mit 4,8 GHz Turbo

Vorabmuster neuer Ryzen CPUs schon mit höherem Takt als Vorgänger

AMD hatte die Einführung der nächsten Generation von Ryzen Desktop-CPUs auf Basis der neuen „Zen 3“ Mikroarchitektur bereits mehrfach für dieses Jahr versprochen und nun gibt es Hinweise auf handelsreife Taktraten. Wie zuverlässige Quellen berichten, können AMDs Partner die kommende Ryzen ‚Vermeer‘ CPU mit 16 Kernen als Vorabmuster für eigene Tests mit 4,8 GHz Turbo-Boost bestellen.

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Das geht aus der offiziellen Bestellnummer (OPN) hervor, die nun durchgesickert ist. Die OPN lautet „100-000000059-52_48/35_Y“, wobei die 48 für 4,8 GHz Turbo-Boost und die 35 für 3,5 GHz Basistakt stehen. Der Rest der OPN ist bereits bekannt als 16-Kern-Modell der kommenden AMD Ryzen Prozessoren mit „Zen 3“ Mikroarchitektur (Codename: ‚Vermeer‘).

Der Basistakt von 3,5 GHz des neuen 16-Kerners entspricht dem Vorgänger, aber der letzten Winter eingeführte Ryzen 9 3950X erreicht nur 4,7 GHz Turbotakt. Für ein bislang lediglich als „Engineering Sample“ eingestuftes CPU-Modell kann der neue Ryzen ‚Vermeer‘ mit 4,8 GHz Turbo-Boost also schon überzeugen, obwohl es bei der Fertigung in 7-Nanometer-Technologie bleiben soll.

Gründe für den höheren Turbo-Boost könnten Optimierungen bei der Chipherstellung oder die Unterstützung neuer Features der Stromversorgung sein. Es wird nämlich auch berichtet, dass AMD bei der nächsten CPU-Generation die Spannung pro Kern individuell anpassen bzw. steuern kann („per core voltage adjustment“). Dies geht aus einem Änderungsprotokoll von AGESA hervor, AMDs Basis für AM4-Mainboard-BIOS. Intel unterstützt dies bereits und hat es u.a. dadurch geschafft, aus der bisherigen und mittlerweile in die Jahre gekommenen 14-nm-Fertigung hohe Taktfrequenzen und Leistung zu bekommen.

Es ist dagegen noch unklar, wie der neue 16-Kerner heißen wird. Führt AMD die bisherige Namensgebung fort und nennt ihn Ryzen 9 4950X als direkten Nachfolger des 3950X? AMD hat allerdings bereits einige Ryzen 4000 im Angebot bei APUs und Mobilprozessoren, die aber noch auf „Zen 2“ basieren. Deshalb könnte man für die nächste Generation auch auf Ryzen 9 5950X ausweichen, um die Unterscheidung der Generationen deutlicher zu machen. Dies ist allerdings noch Spekulation.

Quelle: Igors Lab

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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