AMD zeigt Radeon RX 6000 mit Benchmarks

Neue "Big Navi" Grafikkarte kann wohl mit GeForce RTX 3080 mithalten

Am Ende der Vorstellung der Ryzen 5000 Desktop-CPUs gab AMD auch einen kurzen Ausblick auf Ende Oktober, wenn die Radeon RX 6000 Grafikkarten präsentiert werden sollen. AMD-Chefin Lisa Su zeigte eine der neuen „Big Navi“ Grafikkarten (mit 3 Lüftern) im Video und sogar einige Gaming-Benchmarks bei 4K-Auflösung, die ungefähr das Niveau einer GeForce RTX 3080 erwarten lassen.

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In einem System auf Basis des neuen Ryzen 9 5900X Prozessors mit 12 Kernen wurde einer der kommenden Radeon RX 6000 Grafikkarten getestet, aber AMD blieb detaillierte Informationen schuldig. Es wurde also nur angedeutet und noch nicht wirklich vorgestellt. Das will sich AMD für den 28. Oktober vorbehalten, wenn die neuen Grafikkarten offiziell präsentiert werden.

Es ist z.B. unklar, welches Modell der Radeon RX 6000 Serie verwendet wurde und wie deren Spezifikationen aussehen. Außerdem dürfte AMD nur ausgewählte Ergebnisse präsentiert haben. Auch ein Vergleich ist schwierig, denn bislang hat noch niemand einen Ryzen 9 5900X als Testplattform genutzt. Da die Benchmarks bei 4K-Auflösung (3840×2160 Pixel) sowie bei höchsten Bildqualitätseinstellungen durchgeführt wurden, dürfte die CPU einen geringeren Einfluss auf die Ergebnisse haben als z.B. bei 1080p. Trotzdem hinkt der direkte Vergleich mit Benchmark-Resultaten einer GeForce RTX 3080, die oft mit einem Intel Core i9-10900K erzielt wurden.

Angenommen, die von AMD gezeigten Benchmark-Ergebnisse sind korrekt, kann man nichtsdestotrotz einen ungefähren Vergleich machen. Die mit Ryzen 9 5900X und der Radeon RX 6000 Grafikkarte im Spiel „Borderlands 3“ erreichten 61 Bilder pro Sekunde (Bps) liegen praktisch gleichauf mit einer GeForce RTX 3080 auf Core i9-10900K. Das Ergebnis von 73 Bps in „Gears of War 5“ liegt dagegen einige Prozent unter der Konkurrenz. Das letzte verwendete Spiel „Call of Duty Modern Warfare“ hat keinen standardisierten Benchmarktest und obwohl 88 Bps bei 4K beeindruckend aussehen, ist ein fairer Vergleich mit diesem Spiel nicht möglich. Nichtsdestotrotz dürften die neuen Radeon RX 6000 Grafikkarten zumindest teilweise schneller sein als die GeForce RTX 2080 Ti, dem bisherigen Nvidia-Flaggschiff der vorherigen Generation, das immer noch über 1000 Euro kostet.

Leider machte AMD auch keine Angaben zur Hardware-Unterstützung von Echtzeit-Raytracing, das durch die „RDNA 2“ Technologie erstmals von Radeon Grafikkarten geboten wird. Es wird teilweise auch spekuliert, dass AMD hier noch nicht das „Big Navi“ Topmodell der Radeon RX 6000 Serie verwendet hat, um Nvidia (und uns) nicht alles zu verraten. Damit bleiben also noch viele Fragen offen, auf deren Beantwortung wir noch bis mindestens zur offiziellen Vorstellung m 28. Oktober warten müssen.

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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