TerraMaster TD2 Thunderbolt 3 Plus im Test - Seite 4

7-in-1 Thunderbolt 3 Dock mit RAID für Videobearbeitung

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Betrieb

Ausgeliefert wird das TerraMaster TD2 Thunderbolt 3 Plus mit der Einstellung „Single“. Wir haben dies aber auf „RAID 0“ geändert, um den Vorteil dieses Gerätes ausnutzen zu können. Bei RAID 0 werden beide Festplatten gleichzeitig zum Speichern genutzt, um eine möglichst schnelle Übertragung zu erreichen. Fällt eine Platte aus, sind große Teile der Daten allerdings verloren, da keine Spiegelung erfolgt, was mit RAID 1 möglich wäre. Diese Kombination ist bei der Übertragung der Daten dafür langsamer.

Am PC oder Mac muss das RAID noch initialisiert werden und damit ist die Einrichtung des Gerätes bereits abgeschlossen. Auf der einen Seite ist dies sehr positiv, da die gesamte Einrichtung somit weniger als fünf Minuten gedauert hat. Auf der andere Seite stehen allerdings auch keine Einstelloptionen zur Verfügung, da keine Software für das Gerät existiert, bei dem zum Beispiel die Lüftergeschwindigkeit eingestellt werden könnte.

Der Lüfter dreht im Betrieb daher dauerhaft. Er ist leicht hörbar, allerdings nicht störend laut. Wer einen fast lautlosen Computer oder Laptop besitzt, wird den Lüfter aber wahrnehmen, vor allem wenn das Gerät auf den Schreibtisch gestellt wird. Die Festplatten geben ihre Schwingungen zudem an das Gehäuse ab, welche durch die gummierten Füße aber glücklicherweise kaum an die Schreibtischplatte übertragen werden. Wird das Gehäuse aber nicht frei aufgestellt, sondern gegen einen Gegenstand gelehnt, können zusätzliche Geräusche auftreten.

Wird das Gerät eine längere Zeit nicht genutzt, schaltet es in den Standby-Modus. Dabei werden sowohl die Festplatten als auch die Lüfter deaktiviert und damit auch keine Geräusche mehr produziert.

Anleitung für das RAID-System

Über den untersten Anschluss haben wir das TerraMaster an unseren PC angeschlossen. Über den Anschluss darüber ist kein Anschluss an einen zweiten PC möglich. Dieser ist nur für Daisy-Chaning vorgesehen, bei dem weitere Thunderbolt 3 Systeme mit diesem Gerät gekoppelt werden können. Der Mini-DisplayPort ermöglicht den Anschluss von 8K-Displays und der LAN-Port versorgt den angeschlossenen PC mit dem Internetsignal. Die beiden USB-Ports können sowohl für Maus und Tastatur als auch USB-Sticks oder das Aufladen eines Smartphones genutzt werden.

In unserem Test funktionierten alle Anschlussoptionen wie beschrieben – mit einer Ausnahme. Wir konnten unseren Monitor nicht über das TerraMaster betreiben. Dies kann ganz unterschiedliche Gründe haben, zum Beispiel, dass unser USB-C Anschluss am Mainboard keine Funktion besitzt, auch Monitorsignale entgegen zu nehmen. Oder wir hätten erst BIOS-Einstellungen vornehmen müssen, um dies zu ermöglichen. Dies ist ein nicht zu unterschätzendes Thema, was wir im Testverlauf nicht lösen konnten.

Anschlussmöglichkeiten

Der Stromverbrauch hat uns ebenfalls interessiert. Dieser kann je nach verwendeten Festplatten und den angeschlossenen Geräten variieren, vor allem wenn ein Laptop oder Smartphone gleichzeitig geladen werden soll. Für unseren Test haben wir das TerraMaster TD2 Thunderbolt 3 Plus daher an einen PC angeschlossen, aber ansonsten keine weiteren Anschlüsse genutzt.

Beim Kopieren von Daten auf das System mit zwei verbauten 3,5″-Festplatten wurden etwa 18,5 Watt verbraucht. Erfolgt keine Übertragung von Daten, lag der Verbrauch bei 12,5 Watt. Im Standby wurden noch 4 Watt benötigt, da das Gerät weiterhin aktiv war und nur die Festplatten und der Lüfter ausgeschaltet wurden. Wird das TerraMaster ausgeschaltet, waren nur noch sehr geringe 0,1 Watt messbar.

Christian Kraft

Redakteur

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