Corsair deutet DDR5-Hauptspeichermodule an

Hersteller erklärt DDR5 und verspricht RAM-Riegel mit bis zu 128 GByte

DDR5-Hauptspeicher wird bekanntlich noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen und die Hersteller bereiten sich bereits darauf vor. So hat Corsair kürzlich in seinem eigenen Blog DDR5-Speichermodule angedeutet und erklärt, was damit alles besser wird gegenüber DDR4. Der für sein Overclocking-RAM bekannte Hersteller betont wie erwartet die höhere Kapazitäten und Bandbreiten, aber auch die geänderte Stromversorgung.

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Der DDR5-Standard wurde im Juli 2020 offiziell von der Dachorganisation JEDEC verabschiedet. DDR5-Hauptspeicher erlaubt höhere Kapazitäten bei den einzelnen Chips eines Moduls (64 statt 16 Gbit), was folglich auf höhere Speicherkapazitäten por RAM-Riegel hinauslaufen wird. Zukünftig sollen normale DDR5-Module (UDIMM) sogar 128 GByte statt wie bislang bei DDR4 maximal 32 GByte bieten können.

Bei der Bandbreite sieht die JEDEC einen großen Sprung vor, denn zu Beginn sind sogar schon 4,8 Gbit/s vorgesehen, während DDR4 aktuell (offiziell) bei maximal 3,2 Gbit/s steht. Das ist eine Erhöhung der Bandbreite um immerhin 50 Prozent. Als offizielles Maximmum sieht die JEDEC DDR5-6400 mit 6,4 Gbit/s Transfergeschwindigkeit an. Nach Angaben von Corsair sollen die Latenzen bei DDR5 vergleichbar sein mit DDR4.

Darüber hinaus spezifiziert die JEDEC DDR5 für 1,1 Volt, während DDR4 noch 1,2 Volt benötigt. Das ist laut Corsair zwar weniger wichtig für Desktop-Systeme, aber dafür für Gaming-Notebooks und Smartphones. Schließlich kommen manche High-End-Handys bereits mit 12 GByte LPDDR5-Speicher.

Corsair betont neben diesen Punkten auch, dass DDR5-Speichermodule über ihre eigene Spannungsregelung verfügen, statt vom Mainboard gesteuert zu werden. Das soll das Mainboard-Design vereinfachen und sie hoffentlich günstiger machen, aber dafür düften dann natürlich auch die RAM-Riegel teurer werden. Der Power-Management-IC (PMIC) wird in DDR5-Speichermodule integriert und nach Ansicht von Corsair erlaut dies eine bessere Spannungsversorgung für jedes einzelne Modul und höhere DRAM-Chip-Ausbeuten. Dies wiederum soll höheres Overclocking erlauben und die Speichereffizienz insgesamt verbessern.

Nach bisherigen (inoffiziellen) Informationen werden die für Herbst 2021 angekündigten Intel „Alder Lake“ Desktop-Prozessoren und die nächste AMD-Generation nach „Zen 3“ DDR5-Hauptspeicher unterstützen. Die Massenproduktion von DDR5-Speicherchips ist in China bereits in den letzten Monaten aufgenommen worden.

Quelle: Corsair

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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