Mein Shirt selbst am Computer designen

Klamottenläden quellen regelrecht über vor Ware und auch das Internet bietet eine unglaublich große Auswahl. Nichtsdestotrotz ist das Angebot saisonabhängig und manchmal wird man einfach nicht fündig. Darüber hinaus ist es mit der Massenware nur schwer möglich, die eigene Persönlichkeit und den persönlichen Stil auszudrücken. Aus diesem Grund greifen immer mehr Menschen auf den digitalen Textildruck, um der eigenen Kreativität auf T-Shirt, Sweatshirt, Pulli und Co. freien Lauf zu lassen. Diese Vorgehensweise eignet sich allerdings auch für Unternehmen, um die Mitarbeiter mit Firmenkleidung zu versorgen oder Werbegeschenke herstellen zu lassen. Spielen Sie auch mit dem Gedanken, ihrer Kleidung einen persönlichen Touch zu verleihen? Dann sind Sie hier genau richtig, denn im folgenden Artikel führen wir Sie in das Thema “digitaler Textildruck” ein.

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Was ist Textildruck?

Textildruck ist ein Sammelbegriff für verschiedene Druckverfahren, mit denen verschiedene Stoffe und Materialien bedruckt werden können. Im Gegensatz zu Papier sind mit dem Bedruckten von Textilen bestimmte Herausforderungen verbunden. Denn das textile Gewebe birgt erhöhte Anforderungen, weil für die enthaltenen Substrate die Verwendung von besonderen Farben und Behandlungsformen vonnöten ist.

Verschiedene Textildruckverfahren

Wenn Sie Pullis mit eigenem Logo bedrucken möchten, gibt es verschiedenen Möglichkeiten. Im Allgemeinen unterscheidet man fünf verschiedene Methoden des Textildruckverfahrens:

  • Flex- und Flocktransferdruck: Dieses Druckverfahren ist indirekt und auf die Hilfe eines Trägermaterials angewiesen, um das Motiv auf den Stoff zu übertragen. In der Regel verwendet man vorgefärbte Folien und bedient sich Hitze und Druck, um die einwandfreie Übertragung zu gewährleisten.
  • Thermosublimationsdruck: Der Thermosublimationsdruck wird ebenfalls dem Transferdruckverfahren zugeordnet. Die Sublimationsfarbe oder -tinte auf dem Trägermaterial wird durch den Thermotransfer in einen gasförmigen Zustand gebracht und somit auf die Textilie übertragen.
  • Siebdruck: Hier setzt man auf das Direktdruckverfahren. Für jede Farbnuance existiert ein Sieb, dass die Pigmente auf dem Stoff abbildet. Dementsprechend sind mehrere Schichten nötig, um das gewünschte Motiv zu drucken.
  • Digitaltransferdruck: Das Verfahren ähnelt dem Flex- und Flocktransferdruck. Die Folie wird per tintenbasierenden Druckverfahren, Laser-Toner-Verfahren oder Solventdruck bedruckt.
  • Digitaldirektdruck: Dies stellt das modernste Prinzip dar. Per Tintenstrahlverfahren wird die Textilfarbe direkt auf das gewünschte Material übertragen. Im Anschluss daran findet die Fixierung des Motivs durch Hitzeeinwirkung statt.

Alle weiteren bekannten Verfahren können den gelisteten Methoden untergeordnet werden. Sie stellen lediglich leichte Varianten dar, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren.

Foto von Ryutaro Tsukata von Pexels

Digitaler Textildruck – Das sollte man wissen

Während die Verbraucher früher mit umständlichen Methoden und außergewöhnlichen Mitteln versucht haben, Motive und Farben auf Textilien zu übertragen, stellt sich diese Aufgabe heute weitaus bequemer dar. Am Computer kann in Photoshop, Paint, Word etc. das eigene Design erstellt werden und in Nullkommanichts auf das T-Shirt, den Pulli oder die Hose übertragen werden.

Vorteile

Der digitale Transfer der eigenen Ideen, aber auch die Technik des direkten Digitaldrucks überzeugen Kunden regelmäßig von ihren unschlagbaren Pluspunkten:

  • Individuelle Designs möglich
  • Zeit- und Kostenersparnis
  • Druckgeschwindigkeit wird nicht durch Durckmusterwechsel reduziert
  • Sowohl individuelle Stücke, kleine Auflagen und Großaufträge sind möglich
  • Sehr realistische Prints in hoher Qualität

Welche Stoffe können bedruckt werden?

Es stimmt zwar, dass hauptsächlich Kleidungsstücke umgestaltet werden, doch tatsächlich ist das Spektrum der Möglichkeiten weitaus größer! Kunden sind in der Lage, Bettwäsche, Flaggen und sogar Zelte bedrucken zu lassen! Materialien, welche die Farben problemlos aufnehmen sind:

  • Leder
  • Polyester
  • Taftstoff
  • Mischungen aus Polyester und Baumwolle
  • Wolle
  • Mesh
  • Viskose
  • Seidenstoffe
  • Baumwolle
  • Satin
  • Wäsche
  • Lycra
  • Etc.

Welche Farben können verwendet werden?

Die wohl größte Herausforderung, welcher der Textildruck unterworfen ist, steht in Zusammenhang mit der Farbe. Denn die Tinte bzw. Farbe sollte am Stoff haften und gut sichtbar sein. Darüber hinaus muss allerdings auch sichergestellt werden, dass sie dauerhaft haften bleibt und selbst Waschgänge problemlos übersteht. Aus diesem Grund ist nicht jede Farbe und Tinte mit allen Materialien kompatibel. Die verschiedenen Sorten müssen dementsprechend auf die Gewebeart angepasst werden. Man unterscheidet:

  • Reaktivtinten
  • Säuretinten
  • Dispersionstinten
  • Sublimationstinten
  • Pigmenttinten
  • UV-härtende Tinten
  • Etc.

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