Honor: US-Gesetzgeber fordern Sanktionen für die ehemalige Huawei-Tochter

Abspaltung sei nur ein Kniff gewesen

Huawei hat sein ehemaliges Tochterunternehmen Honor abgespalten. Der wesentliche Grund dafür lag darin, dass man es Honor ermöglichen wollte, ohne die US-Sanktionen wieder handlungsfähiger zu werden. So ist Honor davon schwer getroffen und kann beispielsweise für seine mobilen Endgeräte nicht mehr die Google-Dienste oder den Play Store nutzen. Auch der Zugriff auf Hardware-Komponenten wird dadurch für das Unternehmen erschwert. Doch nun nimmt man in den Vereinigten Staaten auch Honor ins Visier. Vertreter der Legislative fordern, dass auch Honor auf der gefürchteten Entity List lande.

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Die Begründung der ranghohen Politiker ist, dass Huawei Honor letzten Endes nur als Kniff abgespalten habe, um die Sanktionen zu umgehen. Auch Honor sei jedoch eng mit der kommunistischen Partei Chinas verbandelt. Daher müsse man hier ebenfalls verhindern, dass US-Technologien in die falschen Hände gerieten. Entsprechend hatte man sich an das US-Handelsministerium gewandt.

Dort teilte man bisher aber nur mit, dass man die Lage natürlich beobachte und entsprechend immer die Entity List prüfe. Unternehmen, die auf dieser schwarzen Liste landen, unterliegen starken Handelsbeschränkungen: Sie können weitgehend keine Komponenten mit US-Technologien mehr beziehen bzw. benötigen Sondergenehmigungen. Huawei hat das stark zurückgeworfen.

Nun gilt es abzuwarten, ob auch Honor auf der Entity List landet. Sollte das der Fall sein, hätte sich die Abspaltung als misslungene Maßnahme entpuppt. Die Mitarbeiter der US-Legislative argumentieren, dass auch Honor wie Huawei behandelt werden sollte, da hier ebenfalls die chinesische Regierung die Finger im Spiel habe und es ähnliche Sicherheitsbedenken gebe.

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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