Sony kurbelt wegen PS5-Lieferengpässen die Produktion der PlayStation 4 an

Last-Gen-Konsole soll noch bis Ende 2022 weiter hergestellt werden

Sony hat immer noch damit zu kämpfen, die Nachfrage nach der Spielekonsole PlayStation 5 zu decken. Auch wenn die Konsole Ende 2020 erschienen ist, war sie das gesamte Jahr 2021 im Handel kaum zu bekommen. Selbst 2022 wird sich an dieser Situation vorraussichtlich zunächst nicht viel ändern. Eventuell gibt es ab der zweiten Jahreshälfte Besserung. Doch auch das ist unsicher. Möglicherweise finden wir im schlimmsten Fall erst ab 2023 ausreichend Stückzahlen der PS5 im Handel. Dessen ist sich auch Sony bewusst und greift zu einer Notlösung: Man produziert wieder größere Mengen des Vorgängermodells.

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Eigentlich wollte Sony wohl Ende 2021 die Produktion der PS4 auslaufen lassen. So war ein schnellerer Übergang zur PS5 gewünscht. Doch da die PlayStation 5 nicht in ausreichend Mengen gefertigt werden kann und man daher auch so gut wie alle seiner kommenden Spiele zunächst noch als Cross-Generation-Titel veröffentlicht, will man noch das gesamte Jahr 2022 weitere PS4 vom Band laufen lassen. So will man interessierten PlayStation-Käufern wenigstens diese Möglichkeit lassen.

Sony PlayStation 5 Preise

Der Plan könnte aufgehen: Spieler, die keine PlayStation 5 ergattern können, aber Interesse an Spielen wie „Horizon Forbidden West“ oder „God of War: Ragnarok“ haben, begnügen sich dann eventuell übergangsweise mit einer PlayStation 4, statt ganz auf das Vergnügen zu verzichten. Die PS4 nutzt deutlich simplere Komponenten als das Nachfolgemodell und ist das leichter herzustellen. Auch kann Sony hier stabile Margen erzielen und die Nachfrage ist offenbar gegeben.

Die PS4 ist 2013 erschienen und entwickelte sich für Sony rasch zu einem vollen Erfolg. Auch die PS4 Pro, die man 2016 nachreichte, erfreute sich großer Beliebtheit. Die PlayStation 5 sollte an diesen Erfolg anknüpfen und ist auch sehr gefragt. Allerdings kann Sony keine ausreichenden Stückzahlen liefern, da die Lieferkette durch die Auswirkungen der Corona-Krise weiterhin unter Druck steht.

Quelle: Bloomberg

André Westphal

Redakteur

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