Undervolting im Vergleich: KFA2 GeForce RTX 3080 SG vs. Radeon RX 6800 XT - Seite 3

Wieviel Leistung kostet Undervolting & Untertakten aktueller High-End-Grafikkarten?

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Undervolten & Runtertakten: So gehen wir vor

Das Vorgehen bei AMD Radeon RX 6800 XT und KFA2 GeForce RTX 3080 SG ist komplett unterschiedlich. Es gibt am Ende auch nicht die eine richtige Methode, sondern viele verschiedene, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

KFA2 GeForce RTX 3080 SG

Bei der Nvidia-Karte ist ein generelles Undervolten über diverse Tools möglich, die die Spannungs-/Frequenz-Kurve anpassen können. Ich nutze GPU Tweak III von ASUS, da es relativ komfortabel mehrere Punkte in der Kurve gleichzeitig anpassen kann.

ASUS GPU Tweak III – VF Tuner

Hier kann man zwischen verschiedenen Kurven wechseln: Der „Standard“-Kurve, welche den Nvidia-Vorgaben entspricht, dem automatisch vom Overclocking-Scanner ermittelten Profil, dem Profil, welches ihr aktuell im Treiber übernommen habt und die letzte übernommene Einstellung. Wenn ihr euch über diese Kurve nicht allzu viele Gedanken machen wollt, leistet der OC-Scanner schon gute Dienste. Ich nutze diesen ebenfalls, da es hier in diesem Test nicht auf die letzten 30 mV ankommt, sondern ich euch durchschnittlich erreichbare Einsparungen an Energie aufzeigen möchte.

ASUS GPU Tweak III – VF Tuner

Bis zu einem Takt von 1,6 GHz scheint unsere KFA2 GeForce RTX 3080 SG sehr gut zu skalieren, danach flacht sich die Kurve merklich ab. Je flacher die Kurve verläuft, umso mehr Spannung benötigt die Karte für eine weitere Taktsteigerung. Und die Spannung geht quadratisch in die Verlustleistung ein, weshalb wir immer versuchen, weit links in der Kurve zu bleiben. Gehen wir davon aus, dass der OC-Scanner schon eine recht gute Basis geschaffen hat, dann bildet diese Kurve die jeweils minimalen Betriebsspannungen der GPU für jede Taktfrequenz ab. Daher dürfen wir uns mit gutem Gewissen nun über das Powertarget die maximale Verlustleistung festlegen. Der Treiber sorgt dann dafür, dass der passende Takt angelegt wird.

AMD Radeon RX 6800 XT

Bei der AMD-Karte bin ich anders vorgegangen. Zuerst habe ich die maximale Spannung von 1,15 auf 1,1 Volt abgesenkt – darunter läuft die Karte bei mir nicht stabil. Im Anschluss brauchte ich nur noch die maximale Taktrate reduzieren. Ähnlich wie beim Powertarget wird dann der Betriebspunkt auf der Takt-/Spannungskurve nach links geschoben und die Verlustleistung sinkt deutlich. Da dies alles direkt im Treiber von AMD möglich ist, braucht ihr euch kein weiteres Tool installieren.

AMD GPU Einstellungen im Treiber


Marc Kaiser

Redakteur

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