Apple und Facebok strebten vor ihrem Zwist ein Abkommen an

Ein kostenpflichtiges Abonnement sollte auch Apple Geld in die Kassen spülen

Apple und Facebook bzw. dessen Mutterkonzern Meta haben sich in den letzten Monaten immer weiter voneinander entfernt. Das liegt vor allem daran, dass Apple es App-Entwicklern mit seinen erweiterten Maßnahmen gegen App-übergreifendes Tracking und Co. sehr erschwert, Nutzerprofile für personalisierte Werbung zu erstellen. Jahrelang gängige Werbepraktiken werden dabei über den Haufen geworfen. Aus Nutzersicht ist das zu begrüßen, bei sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter und mehr hat Apples Schritt für rauchende Köpfe gesorgt. Dabei hätte alles anders kommen können: Apple und Facebook sollen zuvor eine Kooperation angestrebt haben.

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Apples Anti-Tracking-Maßnahmen greifen seit April 2021 bzw. der Veröffentlichung von iOS 14.5. Seitdem sind sich Meta und Apple lange nicht mehr so grün wie vorher. Vorher soll es Verhandlungen um ein Abonnement für Facebook gegeben haben, das Nutzern gegen einen Obolus eine werbefreie Version der Plattform angeboten hätte. Über die Provisionen aus dem App Store wäre Apple dann konsequenterweise an den Einnahmen beteiligt gewesen. Allerdings gab es dann wohl viele Differenzen zwischen Apple und Meta.

Unter anderem stritt man sich über die Boosted Posts, welche es Usern erlauben, gegen eine Gebühr ihre Beiträge einem breiteren Publikum präsent zu machen. Dies würde gerne von kleineren und mittleren Unternehmen genutzt. Apple bewertete diese Beiträge als In-App-Käufe, wollte also auch hier an den Einnahmen beteiligt werden. Facebook widersprach und sah diese Boosted Posts als Werbung, sodass Apple keine Provision zustünde.

Mittlerweile wissen wir, dass der potenzielle Deal zwischen Apple und Meta dann auch scheiterte. Es hätte aber anders kommen können und wer weiß, wie die beiden Unternehmen und ihre Kunden dann heute dastehen würden.

Quelle: The Wall Street Journal

André Westphal

Redakteur

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