Huawei Matepad 11.5 S 2026 im Test - Seite 4

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Die Alltagserfahrung mit dem Huawei Matepad 11.5 S von 2026 ist so gut, wie man es erwartet, wenn man das Google-Embargo kennt.

Der Appstore von Huawei wirkt wenig vertrauenserweckend. Das beginnt schon bei der Einrichtung, wenn man aufgefordert wird, etliche Bloatware selbst zu installieren. Hier verspielt Huawei definitiv mehr Vertrauen, als notwendig wäre.

Huawei Matepad 11.5 S 2026 – Huawei Appstore

Einer der ersten Schritte ist die Installation des Aurora-Appstores, welcher automatisch MicroG nachinstalliert, um nahezu vollen Zugriff auf die Google-Dienste und den Google-Playstore zu gewährleisten. Man sollte damit rechnen, dass einzelne Apps Probleme machen können, besonders sicherheitskritische wie Banking-Apps oder Bezahldienste. Ich hatte in meinem Test aber keine Auffälligkeiten, wobei der Fokus auf Mediennutzung wie YouTube oder die Onleihe lag. Beides funktioniert problemlos.

Huawei Matepad 11.5 S 2026 – Onleihe

Durch die nicht native Unterstützung von Google ist auch der Kinderschutz von Google außen vor. Daher hat Huawei ein eigenes System umgesetzt. Für meinem Geschmack ist es nicht ausreichend ausgebaut. Es gibt die Funktion „Digital Balance“, welche aber nur funktioniert, wenn ihr einen eingeschränkten Benutzer für euer Kind anlegt. Das bedeutet konkret, dass das Kind auf eine eingeschränkte Auswahl eurer Apps Zugriff hat. In diesem Modus werden Konten nur eingeschränkt unterstützt, was bei mir in der Onleihe Probleme gemacht hat. Ein eigenes Konto unabhängig vom Erwachsenen-Account kann man gar nicht einrichten.

Alternativ kann man ein vollständiges Benutzerkonto mit eingeschränktem Kinderprofil anlegen, in dem dann separate Google-Konten, Apps usw. genutzt werden können. Huawei beschränkt den Zugriff auf Apps, aber diese können nicht individuell konfiguriert werden. Auch eine Einrichtung von Bildschirmzeiten etc. habe ich nicht gefunden. Wenn ihr auf einen umfangreichen Schutz bzw. Kontrolle der Kinder wert legt, müsst ihr hier selbst euren Weg finden.

Als System-on-Chip wird der Kirin T92C verwendet, mit acht Kernen und aus 7-Nanometer-Fertigung. Der Prozessor ist nicht alt, wirkt aber angestaubt. Er funktioniert, die Bedienung ist flüssig und man kann kaum glauben, wie langsam er im Benchmark auftritt, da es nicht zur Nutzererfahrung passt. Im Single-Core Benchmark von Geekbench werden 1380 Punkte erreicht, langsamer als ein jetzt fast drei Generationen altes Samsung Galaxy S22. Im Multi-Core Benchmark ist das Matepad 11.5 S mit 3621 Punkten etwas schneller als dieses Smartphone.

Richtig langsam wird es im Gaming-Benchmark 3DMark: Im Wildlife Extreme Benchmark erreicht das Matepad 11.5 S 1281 Punkte. Das S22 erreichte damals schon über 1800 Punkte. Aber andere günstige Einsteiger-Tablets wie das Samsung Galaxy Tab A11+ sind noch ein gutes Stück langsamer, Konkurrenten wie Xiaomi bieten für den gleichen Preis hingegen deutlich mehr Leistung.

Marc Kaiser

Redakteur

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