Western Digital ist einer der führenden Anbieter von Festplatten und SSDs. Letztere haben sich in den letzten Monaten im Rahmen der Speicherkrise deutlich verteuert, wenn auch nicht ganz so extrem wie bei RAM. 2026 dürfte es jedenfalls kaum Linderung für Privatkunden geben. Denn der CEO von Western Digital, Irving Tan, hat bestätigt, dass die Lagerbestände von HDDs zur Neige gehen. Zudem seien alle Kapazitäten bis 2027 durch Vorbestellungen ausgebucht. Der Bedarf durch Geschäftskunden sei explodiert.
Auch hier dürfte der KI-Hype eine enorme Rolle spielen, unter dem am Ende diejenigen zu leiden haben, die ihren Desktop-PC aufrüsten oder auch ein neues Notebook kaufen wollen. Western Digital wird sich jedenfalls in diesem Jahr vorwiegend auf Geschäftskunden fokussieren. Allerdings geht man nicht so weit wie Micron, welche ihre Marke Crucial für Privatkunden sogar direkt gänzlich eingestampft haben. Doch die kommenden Festplatten von Western Digital werden dann eben vorwiegend in die Hände von Geschäftskunden wandern, um in Datenzentren zu werkeln.
Letzten Endes steht die Lieferkette weiterhin unter Druck. Sicher würde Western Digital gerne so viel liefern, wie nur möglich, aber kurz- und mittelfristig die Produktion zu expandieren, ist nicht so einfach möglich. So dürften wir wohl 2026 bedauerlicherweise auch bei HDDs deutliche Preiserhöhungen erleben. Indirekt sollte sich das auch auf Produkte auswirken, die mit Festplatten arbeiten – z. B. Komplett-PCs.
Quelle: WCCFTech

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