Apple M7 mit bis zu 1,5 TByte Unified Memory geplant

Offenbar deutlich mehr KI-Leistung für Apples nächste Silicon-Generation

Nachdem bereits vor einiger Zeit Berichte über die Streichung der M6-Pro- und M6-Max-Prozessoren aufgetaucht waren, verdichten sich nun die Hinweise auf Apples eigentliche Zukunftsstrategie: Die kommende M7-Generation soll den Fokus deutlich stärker auf künstliche Intelligenz, höhere Speicherbandbreiten und bislang unerreichte Speicherkapazitäten legen.

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Während der reguläre M6-Prozessor weiterhin für kommende MacBook-Pro-Modelle vorgesehen sein soll, richtet sich das Interesse inzwischen vor allem auf die M7-Familie, die laut aktuellen Informationen einen erheblichen Leistungssprung gegenüber den bisherigen Apple-Silicon-Generationen bieten soll.

Der Basischip M7 wird derzeit für die erste Hälfte des Jahres 2027 erwartet. Gegenüber dem M6 soll insbesondere die Speicherarchitektur deutlich verbessert werden. So wird eine Speicherbandbreite von rund 240 GByte/s gehandelt, nachdem der M6 bereits auf etwa 200 GByte/s zulegen soll. Zum Vergleich: Der aktuelle M5 bietet rund 123 GByte/s. Die höhere Bandbreite dürfte vor allem KI-Anwendungen, professionelle Kreativsoftware sowie speicherintensive Workloads beschleunigen. Gleichzeitig wird erwartet, dass Apple sowohl CPU als auch GPU und insbesondere die Neural Processing Unit (NPU) weiter ausbaut, um lokale KI-Modelle deutlich schneller ausführen zu können.

Auf den Basischip sollen im weiteren Verlauf des Jahres 2027 die leistungsstärkeren M7 Pro- und M7 Max-Varianten folgen. Konkrete technische Daten liegen bislang zwar nicht vor, die Modelle sollen jedoch nochmals höhere Speicherbandbreiten sowie deutlich mehr CPU- und GPU-Leistung bieten. Besonders die KI-Beschleunigung scheint dabei zunehmend in den Mittelpunkt der Entwicklung zu rücken. Apple verfolgt damit offenbar das Ziel, immer größere Sprachmodelle und andere generative KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät ausführen zu können, ohne auf Cloud-Dienste angewiesen zu sein.

Den größten Technologiesprung soll jedoch der für 2028 erwartete M7 Ultra darstellen. Laut Angaben des bekannten Apple-Insiders Mark Gurmans plant Apple eine Konfiguration mit bis zu 1,5 TByte Unified Memory – eine Größenordnung, die bislang klassischen Workstations und Serverplattformen vorbehalten war.

Zusammen mit einer nochmals deutlich leistungsfähigeren CPU, GPU und NPU könnte der M7 Ultra vor allem professionelle Entwickler, KI-Forscher sowie Anwender aus den Bereichen Rendering, Simulation und wissenschaftliches Computing ansprechen. Große KI-Modelle ließen sich damit vollständig lokal ausführen oder entwickeln, ohne auf externe Speicherlösungen oder Cloud-Infrastruktur angewiesen zu sein. Die maximale Speicherausstattung würde gleichzeitig etwa doppelt so hoch ausfallen wie bei Apples nächstem High-End-Chip.

Bereits für den M5 Ultra testet Apple laut den aktuellen Berichten eine Konfiguration mit rund 36 CPU-Kernen, 80 GPU-Kernen und bis zu 768 GByte Unified Memory für den Mac Studio. Diese Plattform dürfte als Zwischenschritt dienen, bevor die M7-Generation nochmals deutlich größere Speicherkapazitäten und eine stärkere Ausrichtung auf lokale KI-Beschleunigung erhält.

Ob Apple sämtliche geplanten Speicherkonfigurationen tatsächlich realisieren kann, hängt allerdings auch von der Entwicklung des DRAM-Marktes ab. Trotz der weiterhin angespannten Versorgungslage soll Apple aufgrund seiner engen Beziehungen zu den Speicherherstellern ausreichend Kapazitäten für die High-End-Modelle sichern können.

Quelle: Bloomberg

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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