Intel könnte in den Markt für Speicher zurückkehren

Der CEO hat zumindest Andeutungen gemacht

Intel hat eigentlich 1968 mal als Speicherhersteller angefangen. Das ist im Grunde in Vergessenheit geraten. Bis in die 1980er-Jahre blieb das US-Unternehmen in jenem Bereich aktiv, um dann das Feld aufgrund des vermehrten Drucks durch die japanische Konkurrenz zu räumen. Spätere Experimente, etwa mit Intel Optane, konnten am Markt keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Doch laut dem aktuellen CEO Lip-Bu Tan könnte es einen neuen Anlauf geben.

Anzeige

Die Hintergründe sind klar: Die Speicherkrise hat die Preise nach oben getrieben. Waren RAM und weiterer Speicher jahrelang sehr günstig und wurden mit geringen Margen verkauft, so gibt es jetzt Lieferengpässe und eine Nachfrage, die das Angebot übersteigt. Für Intel könnte es sich also lohnen, einen genaueren Blick zu riskieren. So spricht Tan etwa auch von einem prüfenden Blick auf neue Architekturen und Vernetzungsmöglichkeiten. Etwa kann er sich vorstellen, Speicher direkt auf die CPU aufzubringen.

Auch hat Tan bei Intel den ehemaligen Chef von SK Hynix,  Seok-Hee Lee, ins Boot geholt. Doch konkretere Pläne wurden bisher nicht angekündigt. Und da könnte es dann auch in der Tat noch einige Hürden geben. Denn Intel müsste erst einmal die notwendigen Fertigungskapazitäten für RAM bzw. Speicher aufbauen. Dies würde Jahre dauern und sehr viel Geld kosten.

Und auch Forschung und Entwicklung erledigen sich eben nicht von selbst. Da müsste Intel sich also auch an den Platzhirschen messen lassen. Zu vermuten ist, dass die Investoren des Herstellers das Geld und die Ressourcen lieber anders investiert sehen möchten.

Quelle: Toms Hardware

André Westphal

Redakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert