Aktuell stehen die Hersteller im Markt für SSDs und RAM kräftig unter Strom. So sorgt die Speicherkrise für steigende Preise. Micron hat deswegen sogar seine Marke für Privatkunden, Crucial, gänzlich eingestellt. Man fokussiert sich auf das lukrativere Geschäft im B2B-Segment. Und jetzt ist ein weiterer Hersteller quasi untergetaucht. Der noch relativ junge Anbieter Teracle ist wie vom Erdboden verschluckt.
So startete Teracle vor rund zwei Jahren, also 2024, mit seinen ersten SSD-Modellen durch. Die Modelle des Herstellers, wie die in Deutschland lange Zeit erhältliche Teracle T450 SSD, sind nicht mehr im Verkauf. Zusätzlich hat man weltweit seine Websites offline genommen. Bisherige Ansprechpartner sind nicht mehr erreichbar. Dabei erwies sich die T450 damals z. B. als solide SSD im M.2-Format mit PCI-Express 4.0, Speicher von SK Hynixs und einem Innogrit-Controller. Was hat nun das jähe Ende des Anbieters eingeläutet?
Vielleicht machten dem Anbieter Qualitätsprobleme zu schaffen. So kam es zu einigen Beschwerden über Ausfälle der Teracle T450. Der Hersteller reagierte anno dazumal noch und vermutete Überhitzungsprobleme, sodass man die Verwendung der im Lieferumfang beiliegenden Wärmeleitpads deutlicher empfahl und auch das Handbuch anpasste. Man wollte die Probleme dennoch genauer evaluieren und später die Presse und die Kunden informieren. Stattdessen wurde es jedoch still.
Inzwischen scheint Teracle schlichtweg nicht mehr zu existieren und sich ohne Aufsehen vom Markt zurückgezogen zu haben. Kunden bleiben die Gewährleistungsansprüche über die jeweiligen Händler. Vom Hersteller selbst ist wohl nichts mehr an Service zu erwarten.
Quelle: Computerbase

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