Nintendo erwägt Switch 2 OLED, aber Kosten könnten bremsen

Bericht spricht von früher Entwicklung – Marktstart könnte erst 2028 erfolgen

Nintendo könnte mittelfristig eine OLED-Version der Switch 2 planen. Laut einem Display-Analysten aus Südkorea prüft der japanische Hersteller derzeit, ob sich eine entsprechende Variante wirtschaftlich realisieren lässt. Eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen, da steigende Komponentenpreise und die angespannte Versorgungslage bei Speicherchips die Kalkulation erheblich erschweren.

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Dem Bericht zufolge befindet sich das Projekt aktuell lediglich in einer Evaluierungsphase. Sollte Nintendo grünes Licht geben, könnte die Entwicklung gegen Ende dieses Jahres beginnen. Die Massenproduktion wäre demnach erst für Ende 2027 vorgesehen, womit ein Marktstart Anfang 2028 realistisch erscheint.

Sollte sich Nintendo für eine OLED-Version entscheiden, gilt Samsung Display als wahrscheinlichster Lieferant. Zum Einsatz käme laut den Informationen ein starres OLED-Panel („Rigid OLED“), das den derzeit verbauten 1080p-LC-Bildschirm ersetzen würde. Allerdings soll der Preisunterschied zwischen dem aktuellen LC-Display und einem vergleichbaren OLED-Touchscreen erheblich ausfallen. Gerade diese Mehrkosten stellen derzeit offenbar den größten Unsicherheitsfaktor für Nintendo dar.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Markt für NAND-Flash und DRAM weiterhin angespannt zeigt. Die Preise für Speicherchips sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, was Hersteller elektronischer Geräte zunehmend unter Druck setzt. Vor zwei Monaten hat Nintendo eine Preiserhöhung der Switch 2 bereits offiziell bestätigt. Die Konsole wird aufgrund gestiegener Produktionskosten ab 1. September 30 Euro teurer.

Eine OLED-Version würde durch das teurere Display zusätzliche Kosten verursachen. Je nach Entwicklung der Komponentenpreise könnte sich der Verkaufspreis gegenüber dem aktuellen Modell um einen zwei- bis dreistelligen Betrag erhöhen. Sollte sich die Speicherknappheit weiter verschärfen, wären sogar weitere Preisanpassungen für die reguläre LCD-Version denkbar.

OLED-Version der ersten Switch

Ob Nintendo die Entwicklung tatsächlich startet, hängt laut dem Analysten maßgeblich von der Wirtschaftlichkeit ab. Das Unternehmen müsse abwägen, ob Kunden bereit wären, den notwendigen Aufpreis für die verbesserte Displaytechnologie zu zahlen.

Sollten die Kosten für OLED-Panels sowie Speicherchips in den kommenden Monaten sinken, könnten die Chancen auf eine Switch 2 OLED steigen. Bleibt die angespannte Marktlage hingegen bestehen, ist es ebenso möglich, dass Nintendo das Projekt verschiebt oder vollständig aufgibt. Fest steht derzeit lediglich, dass eine mögliche OLED-Version – falls sie überhaupt erscheint – frühestens Anfang 2028 auf den Markt kommen dürfte.

Quelle: ZDNet Korea

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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