Die EU-Kommission hat wegen des Verdachts auf “Missbrauch einer marktbeherrschenden Position“ heute Büros von Intel in mehreren Länden Europas durchsuchen lassen. Zusätzlich wurden Hausdurchsuchungen bei “mehreren Herstellern und Großhändlern von Computern“ durchgeführt. Einzelheiten wurden nicht genannt.
Die EU-Kommission ist hier wohl tätig geworden aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit den japanischen Kartellbehörden. Die japanische Wettbewerbskommission hatte bereits im März Verstöße von Intel gegen das Kartellrecht festgestellt. Damals hieß es, die EU-Kommission würde gemeinsam mit den Japanern ermitteln.
AMD hat in Europa bislang noch keine Klage wegen angeblich wettbewerbsschädigen Verhaltens eingereicht, nur in den USA und Japan. AMD wirft Intel vor, Druck auf ihre Kunden ausgeübt zu haben, keine Geschäftsbeziehungen mit AMD einzugehen oder keine bzw. weniger Produkte von AMD zu führen. Damit hätte Intel seine Monopolstellung in rechtswidriger Weise ausgenutzt.
Quelle: Spiegel Online
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