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14.03.2012 | von André Westphal
4K – Augenweide oder Augenwischerei?

Von Auflösungen und Sitzabständen

Viele Besitzer von 32-Zoll-Fernsehern schwärmen vom Detailgrad der „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ Blu-ray. Zumindest was die Auflösung betrifft, hätten sie aber auch zur DVD greifen können. Wie man das behaupten kann? Wie bereits erklärt, profitieren Zuschauer nur von einer hohen Auflösung, wenn die Bilddiagonale entsprechend groß oder aber der Sitzabstand entsprechend gering ausfällt. Wie nah sitzen wir denn so vor unseren Fernsehern? Zwei bis drei Meter bei einem 40-Zoll-TV scheinen verbreitet zu sein. Bereits dieser Abstand macht die Vorteile von 1080p bei jener „kleinen“ Bildiagonale für einen Menschen (mit voller Sehschärfe!) zunichte. Der amerikanische Heimkino-Enthusiast Carlton Bale führt dies in einer tollen Skizze vor, die sich an der maximalen Winkel-Sehschärfe des Menschen orientiert.


Auflösungen & Sitzabstände (Anklicken zum Vergrößern!)

Die eigene Display-Größe entdeckt? Wie das Diagramm zeigt, sollte bei einem 40-Zoll-Display ein maximaler Abstand von 5 Fuß (umgerechnet 1,50 m) eingehalten werden, um 1080p voll auszunutzen. Bei 65-Zoll, eine für aktuelle HD-TVs beachtliche Größe, läge der ideale Sitzabstand bei identischer Auflösung (1920x1080 Bildpunkte) bei weniger als 8 Fuß (2,5 Metern). Wie nah muss man nun herangehen, um von 4K zu profitieren? Denken wir an die beiden Geräte von LG und Toshiba, die LG 84LM9600 und Toshiba 55ZL2G mit 84 respektive 55 Zoll. Abermals nehmen wir Carlton Bales auf der Sehkraft des menschlichen Auges beruhende, Visualisierung hinzu, die es in ähnlicher Form übrigens auch bei Herstellern wie Panasonic zu bewundern gibt.

Bleiben wir zunächst bei unserem „kleinen“ 40-Zoller: Würde dieser mit 4K bzw. 3840x2160 Bildpunkten aufwarten, müssten wir auf weniger als 2,5 Fuß (0,76 m) Abstand herangehen, um die Auflösung auszuschöpfen! Bereits ab 5 Fuß (1,50 m) ist keinerlei Unterschied mehr zu 1080p wahrnehmbar. Immerhin dürfen wir uns am 65-Zoller etwas weniger als 5 Fuß (1,50 m) Sitzabstand erlauben, um 4K voll auszukosten. Mit Filmgenuss hat aber auch das nichts mehr zu tun, da das Gesichtsfeld überschritten wird und man den Kopf drehen muss, um das ganze Bild zu erfassen. Videospiele sorgen bei diesem Abstand höchstens für Kopfschmerzen. Für Toshibas 55ZL2G wäre bei 4K ein Sitzabstand von ca. 2,5 Fuß (0,76 m) perfekt. Selbst bei LGs 84LM9600 sind etwa 5 Fuß (1,50 m) zu empfehlen. Auch hier dürfte es in beiden Fällen enorme Probleme mit dem Gesichtsfeld geben, so dass von angenehmem Filmgenuss nicht mehr die Rede sein kann.

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Inhaltsverzeichnis

Seite 1: 4K – Augenweide oder Augenwischerei?
Seite 2: Die Vorteile der 4K-Auflösung
Seite 3: 4K – die Augen geblendet?
Seite 4: Pixeldichte & Auflösung
Seite 5: Von Auflösungen und Sitzabständen
Seite 6: Wichtigere Baustellen
Seite 7: Endstand 4:K?

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