GeForce GTX 260/280 vs. Radeon HD 4850/4870
PowerColor Radeon HD 4870
| Preis | ca. 200 Euro (Stand: 5.8.2008) |
| Hersteller | PowerColor |
| Beilagen | DVI-VGA-Adapter, DVI-HDMI-Adapter, Adapter S-Video auf Komponente, Adapter S-Video auf Cinch, CrossFire-Brücke, Faltblatt Quick Install Guide (mehrsprachig, u.a. Deutsch) |
| Software | Treiber, Cyberlink DVD-Suite |
Wie die Verpackung, so der Inhalt, könnte man mit Blick auf die Radeon HD 4850 und 4870 Grafikkarten von PowerColor sagen. Bis auf die Karten-spezifischen Eigenheiten entspricht die Box der 4870 der Verpackung der 4850 vom gleichen Hersteller und das gilt dann auch für den Lieferumfang. Bis auf die Grafikkarte selbst ist dieser identisch, so dass wir für die ausführliche Beschreibung auf die vorherige Seite verweisen können. Der auch in deutscher Sprache gehaltene "Quick Install Guide" ist zwar kurz, aber gut. Besonders gefallen haben uns auch hier die Kunststoffkappen für die Anschlüsse. Nicht nur die beiden HDCP-kompatiblen Dual-Link DVI-Ports und der HDTV-fähige S-Video-Ausgang sind damit vor Staub geschützt, sogar der CrossFire-Anschluss oben ist mit einer solchen Abdeckung versehen. PowerColor hätte allerdings gerade bei dieser Grafikkarte zumindest einen Stromadapter (Molex auf 6-Pin PCI Express) beilegen sollen, denn es gibt sicherlich noch viele Netzteile sogar in recht aktuellen Systemen, die nicht über zwei 6-Pin PCIe-Stromkabel verfügen, wie sie für den Betrieb der 4870 notwendig sind.

Box - Anklicken zum Vergrößern!
Auch die Radeon HD 4870 wird schon im Desktop-Betrieb (Idle) sehr warm, so dass man sich die Finger an den Metallteilen verbrennen kann. Die Chiptemperatur lag Idle wie bei der 4850 bei 78°C. Unter Last z.B. in einem 3D-Spiel stieg sie dann aber nicht ganz so hoch und blieb bei maximal 85°C - dank des größeren und wohl auch effektiveren Kühlers.
Der Lüfter des Dual-Slot Kühlers dreht beim Systemstart kurz laut, ist aber schon beim Power On Self Test (POST) des Mainboards nur noch minimal hörbar. Laut GPU-Z liegt die Drehzahl Idle bei 1200 UPM bzw. 20%. Unter Dauerlast wird der Lüfter nur ein wenig lauter, mit 1800 UPM (30%) ist er dann lediglich leicht hörbar.
Zwar wird auch die 4870 insgesamt sehr heiß, das Kühlerkonzept ist aber besser, weil die warme Luft nicht einfach im Gehäuse verteilt, sondern ein Teil aus dem Gehäuse heraus geblasen wird.
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Auch die Taktraten der PowerColor HD 4870 entsprechen dem Standard einer Radeon HD 4870.
Fazit
Für ein Grafikkarten-Flaggschiff reicht die Leistung der Radeon HD 4870 nicht ganz, aber dafür ist der Preis umso interessanter. Mit mittlerweile etwa 200 Euro bietet die 4870 ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und hat daür gesorgt, dass Nvidia seine GeForce GTX 200 Modelle schon wenige Wochen nach der Einführung deutlich im Preis senken musste. Schließlich liegt die 4870 insgesamt auf dem Leistungsniveau der GeForce GTX 260. Je nach Benchmark bzw. Spiel und Einstellung ist mal die eine, mal die andere etwas schneller.
Auch im Stromverbrauch liegt die Radeon HD 4870 auf dem Niveau der GeForce GTX 200 Grafikkarten, lediglich die hohe Temperaturentwicklung stimmt etwas bedenklich. Die Kühlung ist dagegen sehr gut gelungen und leiser als die der 4850.
Wie schon bei der PowerColor HD 4850 muss man dem Hersteller für die ab Werk aufgesteckten Schutzkappen der Anschlüsse der 4870 auf die Schulter klopfen.
Insgesamt hat sich die Grafikkarte deshalb die Auszeichnung als Hartware Redaktionstipp verdient.
Das führt zu folgender Gesamtwertung für die PowerColor Radeon HD 4870:
BewertungPowerColor Radeon HD 4870 | |||||||||||||||||||
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