IDF: Itanium

Während die Diskussion um intels 1,5GHz System nicht abreißt, ging ein anderer Prozessor in Willamettes Strudel unter: Der 64-bittige Itanium.

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Anandtech hat einige sehr interessante Infos auf der IDF erhalten, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Wie ihr auf dem Bild seht, hat der Itanium ein gesockeltes Design, aber am Verbindungsstück gibt es keine Strom Anschlüsse! Stattdessen wird man über einen separaten Stromanschluß an einer der Ecken der Karte dem Prozessor „Saft“ geben. Das hat den Vorteil, dass man so die Pin-Anzahl verringern kann und die hohe Pin-Dichte aufrecht erhält.
Beim Cache hat sich intel ein wenig von AMD abgeschaut, da beim Itanium sehr großer Level3 Cache zum Einsatz kommen soll.
Als Chipsatz wird der i460GX zur Verfügung stehen. Der 460GX ist der Nachfolger des i450GX und ist für High-End Slot 2 Maschinen konzipiert. Obwohl intel bislang RAMBUS die Treue hält (Jürgen berichtete), kommt beim 460GX nur PC1600 DDR SDRAM zum Einsatz, möglicherweise wird das noch durch PC100 SRDAM ergänzt. Das keine RIMM Module verwendet werden können, ist zumeist eine Kostenfrage, denn obwohl die RAMBUS Preise fallen werden, wird es immer einen Mehrpreis gegenüber DDR SDRAM geben und bei 30GB Hauptspeicher kann das ganz schöner teuer werden ;-).
Eine weitere Neuerung stellt das Format von 4-Prozessor Rechnern dar. Hier wird man doppelseitige Mainboards verwenden. Auf der oberen Hälfte finden 2 CPUs Platz und auf der unteren Nr. 3 und 4. Das spart Platz im 19″ Rack, der ja oft recht teuer ist.
Der Itanium mausert sich zu einer richtigen Wunsch-CPU für den Servermarkt: Braucht wenig Platz, hat eine sehr starke FPU, unterstützt günstigen und viel RAM und noch eine (wahrscheinlich) sehr hohe Performance. Warten wir auf den Preis, denn der wird sicher gesalzen sein.

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