Ist ATA/100 das Upgrade wert?

Bei TechExtreme macht man sich zum Thema Gedanken

Auf der Computex werden sie zur Zeit alle bereits vorgestellt, die neuen Mainboards, Controller, Festplatten usw. mit ATA/100. Dieser neue Standard verspricht Übertragungsraten von 100 MB/Sekunde. Doch lohnt sich eine Umstellung im Verhältnis zum Preis. Zu dieser Thematik hat sich Steven Guess von TechExtreme Gedanken gemacht.

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Man kann sich bereits sicher sein, dass ATA/100 zu dem neuen Standard schlecht hin propagiert wird. Als legitimer Nachfolger von ATA 33 und 66 sind die Erwartungen natürlich entsprechend hoch. Ebenso werden es die Preise zu Anfang sein. Ich glaube, Steven kann man zustimmen, dass man sich ein Motherboard mit ATA/100 ohne Bedenken zulegen kann. Man erhält ein Produkt mit guter Zukunft das zudem noch abwärtskompatibel zu den vorhergehenden
Standards ist.
Bei Festplatten ist das anders, sie sind nicht abwärtskompatibel und zudem recht teuer. Als Beispiel: Eine IBM Deskstar mit 60GB wird ca. $430 kosten. Mit drei 20 GB ATA 66 Platten kommt man auf einen wesentlich geringeren Preis (Pro Platte $110). Die Performance dürfte dabei eigentlich nahezu gleich sein, zumindest der Ottonormal Verbraucher wird davon relativ wenig merken.
Ein Übel sind die versprochenen 100 MB/Sekunde. Hier handelt es sich um den theoretisch möglichen Wert. Üblich sind anscheinend aber mehr Raten mit 50-75 MB/Sekunde. Setzt man das alles nun in Vergleich zu SCSI, stellt man fest, das SCSI das alles kann, bei stabiler Performance. Doch der Preis ist wesentlich höher. Hier bietet ATA/100 eine interessante Alternative in punkto Preis und adäquater Leistung.
Steve fasst am Schluss also zusammen, dass sich ATA/100 momentan nur preislich im Businessbereich anstelle teurer SCSI Systeme lohnt. Dem Heimanwender wird geraten mit dem Kauf vorerst noch etwas zu warten, bis die Preise für ATA/100 Komponenten sich die Preise noch etwas gesenkt haben. Noch sind diese Teile zu teuer. Doch mehr dazu in Steves Bericht.

Quelle: TechExtreme

Jürgen Stosch

Senior-Redakteur und Community Manager

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