AMD Duron 600 - Seite 2

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Technologie

Auch wenn der AMD Duron als (inoffizieller) Nachfolger der K6(2,III)-Prozessoren gilt, mit diesen hat er eigentlich nur noch die Sockel-Bauweise gemein. Von der Architektur her ist er ein etwas abgespeckter Athlon. Wie auch bei seinem großen Bruder, dem neuen Athlon (Thunderbird), ist sein Level-2 Cache in den Chip integriert, damit dieser mit der vollen Taktfrequenz angesprochen werden kann. Der Vorgänger – Athlon Classic – trägt den L2-Cache außerhalb des eigentlichen Chips, auf der CPU-Karte für den Slot-A, und betrieb diesen nur mit einem Teil der CPU-Taktfrequenz (1/2, 2/5, 1/3 – je nach CPU-Takt).
Auch wenn AMD nun – wie auch intel – den Schritt zurück zur Sockel-Bauweise gemacht hat, der Front Side Bus bleibt der gleiche wie beim Slot-A Athlon: ein mit 100 MHz angesprochener EV6-Bus, der dank seiner Double Data Rate Technologie praktisch mit 200 MHz läuft.
Wer mehr über diese Architektur wissen will, sei unseren Athlon 600 Review verwiesen.
In der folgenden Tabelle findet ihr die Unterschiede der Prozessoren im Überblick. Zum Vergleich (in grauer Schrift) sind noch die Spezifikationen von Athlon/Thunderbird, intel Pentium III Coppermine und neuem Celeron aufgeführt, auch wenn diese nicht am aktuellen Test teilnehmen.

Modell Fertigung L1-Größe L2-Größe L2-Speed L2-Bus
Duron 600 0,18µ 128 KB 64 KB 1/1 CPU = 600 MHz 64 bit
Athlon (TBird) 0,18µ 128 KB 256 KB 1/1 CPU 64 bit
Athlon 600 0,25µ 128 KB 512 KB 1/2 CPU = 300 MHz 64 bit
Pentium III 600 0,25µ 32 KB 512 KB 1/2 CPU = 300 MHz 64 bit
P3 Coppermine 0,18µ 32 KB 256 KB 1/1 CPU 256 bit
Celeron II 0,18µ 32 KB 128 KB 1/1 CPU 256 bit


Die neuen Coppermine-Prozessoren von intel haben den AMD-Produkten also vor allem den breiteren Datenbus zum Level-2 Cache voraus und sind somit theoretisch in der Lage, mehr Daten in einem Takt aus dem Cache zu holen. Dies soll aber hier nicht das Thema sein…
Gegenüber Athlon Classic und Thunderbird hat der Duron also einen erheblich kleineren L2-Cache. Dadurch benötigt der Duron auch weniger CPU-Spannung als seine großen Brüder, nämlich nur 1,5V.
Hier die technischen Daten unserer drei Testkandidaten, so wie sie das Tool WCPUID ausgibt:

WCPUID Athlon 600 WCPUID Pentium III 600
WCPUID Athlon 600 WCPUID Pentium III 600
WCPUID Duron 600
WCPUID Duron 600


Die Produktidentifikation geschieht beim Duron über die direkt auf dem Prozessor aufgebrachte Nummern- und Zeichenfolge, die „Ordering Part Number“ (OPN) genannt wird. Unser Duron 600 trägt diese OPN: D600AST1B.
Das folgende Bild aus dem „AMD Duron Processor Revision Guide“ erklärt die OPN im einzelnen:


Erläuterung OPN
Erläuterung OPN

Unser Testmodell läuft also mit 1,5V Betriebsspannung, verträgt satte 90°C auf dem Die und trägt einen 64KB großen L2-Cache. Ob es jemals auch Modelle mit 128KB Level-2 Cache geben wird? Die OPN zumindest läßt dies schon zu.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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