ALi und SiS bauen P4-Chipsätze

Intel verteilt Lizenzen, damit Pentium4-Systeme billiger werden

Acer Laboratories Inc. (ALi) hat heute bekanntgegeben, dass sie eine Lizenzvereinbarung mit der Intel Corp. eingegangen sind, die es ihnen erlaubt, Motherboard-Chipsätze für den Pentium4 Prozessor zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben.

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Nach ATI ist ALi damit der nächste Lizenznehmer, der Intel helfen soll, den Pentium4 auch im Consumer-Segment zu etablieren. Mit dem Intel-eigenen Chipsatz i850 und Direct Rambus Speicher ist dies ja preislich nicht möglich. Vermutlich wird der P4-Chipset von ALi DDR SDRAM unterstützen. Allerdings darf man diesen noch nicht sofort erwarten. Aus ALi-Kreisen hörte man bisher: „frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2001“.

Die x-bit labs berichten übrigens in diesem Zusammenhang, dass die Lizenzvereinbarung von Intel und SiS für die Entwicklung von Pentium4-Chipsätzen im März unterzeichnet werden soll. Der Low-Cost SiS645 dürfte aber auch erst Ende diesen Jahres verfügbar sein.

Interessant ist dabei, dass VIA Technologies, der größte Konkurrent von Intel im Chipsatz-Segment, bisher als Lizenzpartner noch hinten anstehen muss. So müssen wir wohl noch länger auf den VIA PX266 P4-Chipsatz warten. Aber möglicherweise liegt der Grund dafür, dass Intel zunächst Lizenzen an ALi und SiS verteilt, darin, dass gerade diese beiden Hersteller für ihre Low-Cost Chipsätze bekannt sind. Mit dem i850 und auch dem für das dritte Quartal angekündigten Brookdale-Chipsatz sind wohl keine billigen Mainboards zu bauen.

Quelle: Ace's Hardware

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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