Matrox Parhelia-512 – High Fidelity Graphics

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Einleitung

Lange Zeit war es relativ still um die kanadischen Grafik-Spezialisten von Matrox. Zwar wurden in den letzten Jahres die G450 und G550 Grafikchips und -karten eingeführt, dabei handelte es sich aber lediglich um Abwandlungen des G400, der schon 1999 erhältlich war. Darüberhinaus zielten die letzten Produkte vorrangig auf den Business- bzw. OEM-Bereich und waren für die meisten Heim-Anwender und vor allem PC-Spieler weniger interessant.
In den letzten Jahren tauchten immer mal wieder Gerüchte über einen neu-entwickelten Grafikchip von Matrox auf, aber davon entsprach nur sehr wenig der Wahrheit. Matrox ist eine Firma im Privatbesitz und keine Aktiengesellschaft, die ihre Aktionäre und Teilhaber mit frühzeitigen Ankündigungen neuer Produkte bei Laune halten muss. So dringt während der Entwicklung neuer Lösungen und Technologien praktisch nichts aus der Matrox-Zentrale in Montreal nach außen.

Parhelia-512 Chip-Logo
Heute, am 14. Mai 2002, stellt Matrox nun seinen neuen Grafikchip offiziell vor, den Parhelia-512. Wie üblich bei den Kanadiern wird die Öffentlichkeit zunächst über das sogenannte „Chip-Release“ informiert. Das „Board-Release“, die Präsentation der in den Handel kommenden Grafikkarte(n), wird in einigen Wochen folgen. Kurze Zeit später werden die Produkte dann erhältlich sein.
Heute lässt sich also noch nichts definitiv über Performance, Leistungsfähigkeit und Qualität einer Grafikkarte mit dem Parhelia-512 sagen. Wir sind noch auf die Aussagen und Informationen des Herstellers angewiesen, die auch diesem Artikel zugrunde liegen. Nichtsdestotrotz lässt sich mit den jetzt veröffentlichten Infos schon ein Bild eines sehr interessanten, vielleicht sogar revolutionären Grafikchips zeichnen, auch wenn wir derzeit noch auf Benchmarks verzichten müssen.

Bevor wir auf den Parhelia-Chip eingehen, noch ein kleiner Exkurs. Unter dem Begriff „Parhelia“ versteht der Naturwissenschaftler die sogenannten „Nebensonnen“, die zu den „Haloerscheinungen“ gehören. Als Nebensonnen bezeichnet man die hellen Lichtflecken links und rechts der Sonne, die durch eine bestimmte Lichtbrechung in der Atmosphäre entstehen können. Dieses Phänomen trifft relativ häufig auf, an ca. 60 bis 80 Tagen im Jahr.
Weitere Informationen und Hintergrundwissen über solche Erscheinungen findet man beim Arbeitkreis Meteore e.V.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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