Matrox Parhelia Grafikkarten

Ausstattung, Spezifikationen, Preise offiziell - erstmals auch Taktraten

Die Vorstellung des neuen Matrox Grafikchips vor ziemlich genau einem Monat schlug einige Wellen. Heute nun präsentiert der kanadische Hersteller die entsprechenden Grafikkarten mit dem vielversprechenden “High Fidelity Graphics“ Chip. Während dieser den Namen “Parhelia-512“ besitzt, heißen die Grafikkarten lediglich kurz “Matrox Parhelia“. Von der ursprünglichen Namensgebung mit G200, G400, G550 etc. rückt Matrox also ab. Dabei war vorab vielfach über Bezeichnungen wie G800 und G1000 berichtet worden.

Anzeige
Zunächst wird es ein Modell mit 128MB Grafikspeicher geben. Später im Sommer sollen Varianten mit 64 und sogar 256MB folgen.

Erstmals nennt Matrox bei einer Grafikkarten-Ankündigung auch die Taktfrequenzen. Das Retail-Modell mit 128MB wird mit 220 MHz Chip- und 275MHz Speichertakt (durch DDR-RAM praktisch 550MHz) ausgeliefert. Damit liegen die Karten zwar noch unter dem Niveau der GeForce4 Ti4400 (275/550MHz), verfügen aber dank 256bit Speicherbus über die doppelte Speicherbandbreite. Trotzdem wird Matrox nicht müde zu betonen, dass eine Parhelia-Grafikkarte kein “GeForce4 Ti4600 Killer“ sein soll. Ob sie aufgrund von 512bit Grafikchip, 256bit Speicherschnittstelle und 36-Stufen-Shader-Array trotzdem schneller ist, müssen wir noch abwarten.

Hintergrund der offiziell erstmaligen Nennung der Taktfrequenzen ist laut Matrox der folgende: “Der Parhelia-512 zielt stärker auf den ‚3D-Markt‘ als unsere anderen DualHead-/Business-Produkte (ist also gewissermaßen eine Ausnahme!)“

Interessant ist auch, dass die Parhelia-Grafikkarte (zunächst) nur AGP 4x bietet. Bei der Vorstellung des Parhelia-512 Grafikchips war noch von AGP 3.0, also AGP 8x, die Rede. Dies wird wohl erst bei späteren Revisionen realisiert.

Alle Parhelia-Grafikkarten werden mit zwei DVI-Ausgängen ausgestattet sein, die auch die TV-Ausgabe erlauben. Durch die Beilage von einem DVI->VGA+VGA Y-Kabel, einem DVI->VGA Adapter und einem VGA->S-Video+Composite Kabel sind eine ganze Reihe von Kombinationen von Ausgabegeräten möglich. Anschließen lassen sich z.B. zwei Flachbildschirme (mit Auflösungen bis zu 1600×1200), zwei herkömmliche Monitore (mit Auflösungen bis zu 2048×1536) und im sogenannten “Expanded Desktop Mode“ sogar drei Monitore mit einer Gesamtausgabegröße von 3840×1024 Pixeln.

Den Retail-Modellen liegen die PowerDesk-HF Tool-Sammlung, ein Farbkalibrierungsprogramm, ein Gigacolor-Plugin für den Adobe Photoshop, ein paar Technologie-Demos sowie Treiber für Windows XP und Windows 2000 bei. Nutzer anderer Betriebssysteme müssen sich wohl noch ein wenig gedulden, bis “ihr“ Treiber verfügbar ist.

Im Juli sollen die Retail- und Bulk-Versionen der Matrox Parhelia Grafikkarten mit 128MB erhältlich sein. Der empfohlene Verkaufspreis für das Retail-Modell liegt bei stattlichen 549 Euro und damit über dem Preis für eine GeForce4 Ti4600 Karte. Man darf gespannt sein, wie der Handel die High-End Karte von Matrox dagegen platziert, also ob der Parhelia-Preis schnell den Ti4600-Preisen angeglichen wird.

Weitere Informationen und Bilder der Matrox Parhelia Grafikkarten sind in der englisch-sprachigen Pressemitteilung zu finden.

Matrox Parhelia Box und Karte
Matrox Parhelia Grafikkarte

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.