ATI Radeon 9700 Pro angetestet - Seite 13

Anzeige

Ein erstes Fazit

Die ATI Radeon 9700 Pro kann ihre Vorschusslorbeeren bestätigen und wird den hohen Erwartungen gerecht. Abhängig von der gewählten Anwendung liegt die Grafikkarte leistungsmäßig entweder in der Spitzengruppe oder kann die Konkurrenz weit hinter sich lassen.
Bei eingeschalteter Kantenglättung und/oder anisotropischer Filterung spielt die Radeon 9700 in einer anderen Liga. Dann wird der bisherige Spitzenreiter, die GeForce4 Ti4600, deutlich distanziert.

Da uns das Testmuster leider nur wenige Stunden zur Verfügung stand (es war sehr begehrt bei der Presse 😉 können wir die Kompatibilität der neuen ATI-Karte sicherlich nicht abschließend beurteilen. Unser erster Eindruck ist aber durchaus positiv. Probleme, die den Betrieb bzw. die Anwendungen nachhaltig störten, traten überhaupt nicht auf.
Auch die Bildqualität entspricht dem guten ATI-Standard, soweit wir das in der kurzen Testzeit einschätzen konnten.

Bleibt die Frage, für wen eine Radeon 9700 geeignet ist. Wer einen aktuellen High-End Prozessor mit mehr als 2 GHz Taktfrequenz besitzt, findet in dieser Grafikkarte sicherlich eine sinnvolle Ergänzung für sein Power-System. Durch die überragende Performance bei Anti-Aliasing ist sie aber auch eine durchaus sinnvolle Anschaffung für andere Anwender, da sie sicherlich noch eine ganze Weile eine gute Leistung auch in zukünftigen Spielen bieten wird. Durch die volle DirectX9-Kompatibilität dürfte sie außerdem für kommende Games-Generationen gerüstet sein.

Der Verkaufspreis der ersten Radeon 9700 Grafikkarten dürfte bei ungefähr 450 Euro beginnen. Abhängig von der Ausstattung liegt er eventuell auch etwas höher. Man rechnet mit einer Verfügbarkeit im Handel etwa Ende September.

Ernsthafte Alternativen zur ATI Radeon 9700 werden erst kurz vor Weihnachten erwartet. Dann will nVidia mit dem NV30 neue Maßstäbe setzen und ATI wird eine abgespeckte und günstigere Variante der 9700er auf den Markt bringen, die Radeon 9500. Allerdings ist über die Leistungsfähigkeit dieser Grafikkarten noch nichts genaues bekannt.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.