Erste KT400A Boards im April?

Neuer Sockel-A Chipsatz von VIA mit offizieller DDR400 Unterstützung

Die Verschiebung des Athlon 64 auf September hat den Status der Sockel-A Plattform als High-End im Desktop-Bereich noch einige Monate verlängert. Statt den 64bit-Prozessor kaufen zu können, ist der AMD-Interessent unter den Heimanwendern immer noch auf den Athlon XP als High-Performance CPU angewiesen. Für die Chipsatzhersteller lohnt es sich also noch, entsprechende neue Produkte auf den Markt zu bringen, wenn die Plattform noch eine Weile besteht. Dies hat wohl auch VIA Technologies dazu bewogen, noch einen Nachfolger des KT400 Chipsatzes zu präsentieren – den KT400A. Dieser soll in den nächsten Tagen offiziell angekündigt werden.

Anzeige

Die Neuerungen halten sich beim KT400A aber in Grenzen. VIA verzichtet auf die Unterstützung von Dual-Channel DDR SDRAM (wie beim nVidia nForce2) und holt stattdessen den offiziellen DDR400 Support nach, der beim KT400 aufgrund von möglichen Inkompatibilitäten und noch nicht standardisierten Modulen unter den Tisch gefallen war. Bisher ist den Mainboardherstellern überlassen, ob sie für ihre Platinen selbst DDR400 Module testen und die Produkte entsprechend freigeben. VIA hielt sich da zurück und blieb noch bei DDR333.
Außerdem soll die Performance des neuen Chipsatzes insgesamt gegenüber dem KT400 leicht gesteigert werden, allerdings sollte man in diesem Punkt nicht allzu viel erwarten.
Angeblich soll der KT400 im April in die Massenproduktion gehen, so dass die ersten Mainboards mit diesem Chipsatz kurz darauf im Handel erwartet werden, vermutlich auch noch im April. Es ist davon auszugehen, dass der KT400A Pin-kompatibel zum KT400 ist, so dass die Board-Hersteller keine große Schwierigkeiten mit der Umstellung haben sollten.
Bisher hatte es noch geheißen, dass der KT400A mit der zum Teil schon beim KT333 eingesetzten VT8235 Southbridge kombiniert wird. Mittlerweile wird gemunkelt, dass VIA vielleicht schon beim KT400A die neue VT8237 Southbridge verwenden wird. Diese bietet im Vergleich zum Vorgänger-Chip zwei zusätzliche USB 2.0 Ports (8 statt 6) sowie die eingebaute Unterstützung von Serial-ATA, so dass kein zusätzlicher S-ATA Chip mehr notwendig ist, wenn ein Hersteller dieses Feature auf seiner Platine integrieren möchte.
Genaue Informationen und die Spezifikationen des VIA KT400A erwarten wir in den nächsten Tagen.

Quelle: The Inquirer

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.