Hartware.net SETI@Home Team

Gegenwärtiges und Zukünftiges bei Suche nach außerirdischer Intelligenz

Nachdem im September letzten Jahres das Hartware.net SETI@Home Team gegründet wurde, ist die Gruppe von anfänglich ca. 80 auf aktuell 232 Mitglieder angewachsen, die zusammen 145.255 sogenannte Work-Units (WUs) errechnet haben. Momentan befinden wir uns in der “Weltrangliste“ auf Platz 378 von 103895 Teams, bei den Club-Teams weltweit auf Platz 213 von 62206 Teams. Nur für Deutschland bedeutet dies Platz 25.

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Leider scheint es jedoch so, das wir momentan ein wenig an Boden verlieren, da momentan nur ca. 100 Leute in der Gruppe aktiv rechnen und wir so mit den 24 Teams vor uns kaum noch mithalten können. Deshalb an dieser Stelle nochmal der Aufruf an unsere Leser, sich am Hartware.net SETI@Home Team zu beteiligen!

In diesem Zusammenhang wollen wir auch einen kleinen Blick in die Zukunft und die Entwicklung des SETI-Projekts werden.
Im Laufe des Jahres 2003 wird das seit Mai 1999 laufende Distributed Computing Projekt SETI@home I abgelöst werden. Nach den Vorstellungen der Universität von Kalifornien in Berkeley soll mit BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing) eine neue Infrastruktur die positiven Erfahrungen von SETI@home umsetzen und dessen Nachteile vermeiden. BOINC soll die monolitsche Einheit von Projekt und Infrastruktur beenden, die bei SETI@home bisher nur für einen Zweck – die Suche nach Signalen aus dem Weltraum – genutzt werden kann.
Im neuen zweistufigen Aufbau wird das Open Source Projekt BOINC die Entwicklung der Technik für Verwaltung und Verteilung von Daten und Programmen, die Teilnehmerverwaltung und die Statistiken usw. übernehmen. Die wissenschaftlichen Projekte wie SETI@home II und Astropulse aus Berkeley ebenso wie beliebige andere Projekte brauchen sich dieser Techniken dann nur noch zu bedienen.

Jedes Projekt muss im Rahmen des BOINC Frameworks eine eigene Serverinfrastruktur bereitstellen. Mehrere redundante Server zur Lastverteilung und Erhöhung der Verfügbarkeit sind möglich. Der Projektteilnehmer muss sich für jedes Projekt anmelden, erhält jeweils eine Account-ID und muss auf seinem heimischen PC das BOINC Clientprogramm installieren.
Innerhalb des BOINC Netzwerks werden die Accountinformationen und Konfigurationen zwischen den Projekten ausgetauscht, so dass allgemeine Einstellungen an jedem Server vorgenommen werden können, bei dem der Teilnehmer eine Account-ID hat. Eingestellt werden können dann z.B. auch Dinge wie die Pufferung von WUs, die Nutzung von Festplattenplatz und Netzwerkbandbreite sowie die Aufteilung der Resourcen unter den Projekten.
Weitere Information über BOINC sind der offiziellen Seite zu entnehmen. Die progammtechnische Entwicklung von BOINC kann bei Sourceforge.net mitverfolgt werden.

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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