Neuer ATI-Grafikchip erst 2004?

Für Herbst geplanter R400 angeblich in den nächsten Frühling verschoben

In dieser Woche stellt nVidia bekanntlich seinen neuen Grafikchip mit dem Codenamen NV35 vor. Über die auf diesem Chip basierenden GeForce FX 5900 (Ultra/Standard/Value) Grafikkarten haben wir Ende letzter Woche berichtet. Aber was macht derweil die Konkurrenz aus Kanada? Nach Ansicht einen amerikanischen Technologie-Analysten hat ATI Technologies den Nachfolger des R350 (Radeon 9800 Pro), den R400 Grafikchip, von Herbst diesen auf Frühjahr nächsten Jahres verschoben. Der Grund dafür sind drei Schlüsseltechnologien, die ATI mit dem R400 einführen will, die aber erst in 2004 auf dem Markt eine Rolle spielen werden: PCI-Express, DDR3 Grafikspeicher und Microsofts DirectX9 Pixel Shader in der Version 3.0.

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Ob ATI durch die Verzögerung des R400 stark ins Hintertreffen gerät, das muss nicht zwangsläufig die Folge sein. Denn nach Angaben von Hans Mosesmann, dem Analysten der Soundview Technology Group, wird auch nVidia die Produktion des NV40 erst Anfang 2004 aufnehmen, so dass die nächste komplett neue Grafik-Generation der beiden Konkurrenten in etwa gleichzeitig auf den Markt kommen könnte.
In der Zwischenzeit werden beide Hersteller voraussichtlich im Herbst nochmal neue Grafikkarten auf Basis der bestehenden Technologien einführen, um zum Weihnachtsgeschäft etwas Neues präsentieren zu können. Dabei dürfte es sich um Varianten von nVidia NV35 (GeForce FX 5900) und ATI R350 (Radeon 9800) mit etwas höheren Taktfrequenzen und optimierten Treibern handeln.

Quelle: ExtremeTech

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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