XCP-Skandal will kein Ende nehmen

Erste Konsumboykotte zeigen Wirkung - Sony gesteht Schuld ein

Bereits sechs mal innerhalb von nur rund zwei Wochen berichteten wir bereits über den umstrittenen Kopierschutz „XCP“

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der Firma Sony BMG.
Mittlereile wird das gesamte Ausmaß des Skandals deutlich. Sony selbst reagierte zu Beginn völlig falsch und kundenbeleidigend. Zu spät folgte die Einsicht und eine Entfernungssoftware sowie die kostenlose Rücknahme betroffener CDs wurde vom Konzern angeboten.

Nun scheinen jedoch entgegen der Auffassung von
Sonys Präsident viele Kunden sehr wohl zu wissen, worum es sich bei einem so genannten „Rootkit“ und der XCP-Software handelt. In den vergangen Tagen häuften sich die Berichte um sehr hohe Umtauschqouten im Einzelhandel und eine zögerliche Haltung der Kunden gegenüber dem Kauf von CDs aus dem Hause Sony – konkret geht es hierbei um genau 54 betroffene Titel. Mittlerweile beginnen sogar einige Geschäfte damit, die entsprechenden CDs aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Sony scheint mehr Vertrauen verloren zu haben, als das Firmen-Management anfangs glaubte. Nun folgt zwar eine späte, aber immer noch nicht völlige Einsicht:
„Sony BMG hat sich nicht nur ziemlich, sondern sehr blamiert“ sagte Maarten Steinkamp (Europachef Sony BMG) in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“.
Steinkamp fährt jedoch mit der Verteidigung des Kopierschutzes fort, indem er sich für eine „Regulierung der Verfügbarkeit der Musik“ ausspricht und betont, dass Sony in Europa schließlich keine solchen CDs verteilen ließ.

Derweil kam es an einer Universität in New York am Wochenende bereits zu ersten Studentenproteste gegen Sony BMG.
Es scheint, als müsste in diesen Tagen selbst ein Konzern-Riese wie Sony BMG mehr Vorsicht im Umgang mit seinen Kunden zeigen.

Quelle: Canada National Post

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