Neues Board = neues Windows?

Neue Lizenzvereinbarung für OEM-Windows bzgl. Mainboardwechsel

Microsoft hat offenbar seine Lizenzvereinbarung für OEM-Versionen seiner Betriebssysteme geändert. Demnach wird der Austausch des Mainboards gleichgesetzt mit dem Kauf eines neuen Computers, d.h. beim Einsatz einer OEM-Version von Windows muss eine neue Lizenz gekauft werden. Einzige Ausnahme ist der Austausch des Mainboards aufgrund eines Defekts. Retail- bzw. Vollversionen von Windows sind wohl nicht betroffen.

Anzeige

Die Aussage von Microsoft lautet: „Das Upgrade des Mainboards wird im Ergebnis wie ein neuer PC eingestuft, auf den ein Microsoft OEM Betriebssystem von einem anderen Computer nicht übertragen werden kann. Wenn das Mainboard aufgerüstet oder aus einem anderen Grund als einem Defekt ausgetauscht wird, ist ein neuer Computer entstanden und es wird die Lizenz für ein neues Betriebssystem benötigt.“
Das Unternehmen begründet die neue Lizenzvereinbarung folgendermaßen: „Microsoft braucht eine bestimmte Komponente, die als Basis für den Original-PC steht. Da das Mainboard die CPU enthält und “Herz und Seele“ des PCs darstellt, entsteht beim Austausch des Mainboards (aus einem anderen Grund als einem Defekt) im Wesentlichen ein neuer PC.“

Wohlgemerkt, dies gilt nur für die OEM-Versionen („Original Equipment Manufacturer“, Auftragshersteller) der Microsoft Betriebssysteme. Diese liegen beispielsweise Komplett-PCs und Notebooks bei (oder sind bereits vorinstalliert). Retail-Versionen dürften nicht betroffen sein.

Quelle: Aviran's Place

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.