Cooltek 600W Real Plug Power Netzteil - Seite 5

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Test

Kühlleistung
Bei einer Umgebungstemperatur von 24,5°C kamen wir auf Temperaturwerte im Inneren des Netzteils von max. 48°C im offenen Testaufbau. Werte, die in keinem Fall als kritisch oder ungenügend zu bezeichnen sind. Im eingebauten Zustand ergaben sich Temperaturwerte, welche sich nur mäßig steigerten. Sicherlich ist ein Ultra-Silent Netzteil einem lauten Netzteil mit hochdrehenden Lüftern in der Kühlleistung unterlegen, allerdings ist ein gutes Netzteil abhängig vom gesamten Setup. Unstrittig erfüllt das Cooltek Netzteil wiederum alle Disziplinen mit Bravour. Etliche Vergleiche zu unzähligen, nicht veröffentlichten Testkandidaten bestätigen dies wiederholt. Hartware.net wird weiterhin seinen eigenen Vorgaben gerecht werden und ausnahmslos nur wirkliche Silent-Netzteile austesten und dazu entsprechende Tests veröffentlichen.

Leistung
Mit nominal 600W und einer Combined Power der +3,3V und +5V Leitung von 140-530W bei 12V bietet das Netzteil mehr als ausreichend Leistung bei empfohlenen 180W. Die Leistungsmessungen unter Last waren stets ausgezeichnet und blieben jederzeit innerhalb der ATX-Toleranzen, wenn auch knapp an der Grenze auf den +12V Leitungen. Gemäß einer Mindestempfehlung von 18A der +12V-Leitung wird das Cooltek Netzteil dieser mit vier je 20A mehr als gerecht. Ein angegebener max. Load Peak Wert ist nicht ausgewiesen. Der Wirkungsgrad ist mit ca. 80% angegeben, allerdings ohne Angabe der dabei erzielten prozentualen Leistungsauslastung. Über eine -5V Leitung verfügt das Cooltek Modell nicht, was der ATX 2.0 Standard auch nicht vorsieht. Der Cooltek Netzteiltester weist dies wiederum korrekt aus. Im ausgeschalteten Standby-Betrieb lag die Stromaufnahme in Verbindung mit Mainboard und Peripherie bei ca. 15,5 Watt, wovon lediglich 1,5W rein zu Lasten des Netzteil gingen. Ein Spitzenwert, bedenkt man, dass andere Kandidaten teils deutlich mehr an Leistung aus der häuslichen Stromanschlussdose ziehen.

Testplattform

  • Offener Regalaufbau
  • Klarsichtfolie ummantelt mit Luftzufuhrlöcher
  • MSI 845E Max2/ Northbridge-Kühlung deaktiviert
  • Intel Pentium 4 Northwood 2,94 GHz overclocked bei 1,7V
    (ca. 90 Watt WVL)
  • Corsair DDR400 SDRAM 512MB
  • MSI GeForce FX5800 Ultra
  • IBM ICS 40GB 7200Upm mit Win XP Prof.
  • QDrive Kit U-Silent 3,5″ Festplatten Kit >0,2 Sone
  • Samsung CD-RW
  • TEAC FDD
  • PCC Fan Controller 5-12V mit Anlaufsteuerung
  • Standort immer gleich
  • Testläufe nach mindestens 4 Stunden Arbeitsbetrieb
  • Last Tool Stability Test 5.2 – mindestens 45 Min.
  • MBM Auslesung/ Nachmessung PeakTech 1040 Multimeter

Zusätzlich werden alle Spannungsleitungen der Netzteile mit einem aktuellen abwärtskompatiblen Netzteiltester überprüft. Aktuell verwenden wir das ansprechende Aluminium Modell von Cooltek, welches für alle ATX Netzteil Standards geeignet ist. Für schmales Geld erhält man das wohl derzeit beste Testmodul in diesem Bereich, gerade einmal 12,90 Euro bei PC-Cooling.de.

Als Anschlussmöglichkeiten verfügt das – im Taschenrechnerformat mit 25W belastende Testmodul – Prüfanschlüsse für ATX 20/24-Pin. Ein akustisches Signal gibt nach Anschalten des Netzteil den O.K. Status bekannt und weist sodann alle Leitungsschienen mit grünen LEDs aus. Zudem können alle weiteren Leitungen als Besonderheit einzeln abgeprüft werden:

  • 4-Pol Stecker (z.B. für HDD, CD-R/RW, DVD etc.) – 12 Volt & 5 Volt
  • 8-/4-Pol Anschluss für EPS 12 Volt und Intel Pentium 4 Power Connector
  • 6-polig PCI-Express Stecker – 12 Volt
  • 4-Pol Floppyanschluss – 12 Volt & 5 Volt
  • S-ATA Stromanschluss

Zu beachten ist, dass die einzelnen Prüfanschlüsse nur einzeln und nacheinander verwendbar sind – der 20/24-Pol ATX-Stecker muss hierfür ebenfalls angeschlossen sein. Sofern alle LEDs akustisch signalisiert grün leuchten, ist das Netzteil in Ordnung – eine nicht leuchtende LED zeigt einen Netzteildefekt an.

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