GEZ: Wenige PC-Anmeldungen

In der Anlaufzeit der GEZ-Gebühr für PCs wenige Anmeldungen erwartet

WDR-Verwaltungschef Norbert Seidel erklärte gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus, dass er für die GEZ-Abgaben auf PCs zwar „ein Potenzial von zehn Millionen Euro im ersten Jahr“ sehe, die tatsächlichen Einnahmen aber auf nur 2 Millionen Euro schätzt, da er von „einer längeren Anlaufzeit“ ausgehe. Wie es scheint, erwartet man nicht, dass sich allzuviele der zukünftigen „Schwarz-PC-Besitzer“ gleich zu Beginn bei der GEZ anmelden werden.

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Dass bei Leuten, die bisher ohne Fernseher und Radio ausgekommen sind, nur eine geringe Bereitschaft besteht, für den PC ab 2007 auf einmal 204,36 Euro im Jahr zu bezahlen, nur weil die öffentlich-rechtlichen Anstalten eine handvoll Internetseiten ins weltweite Datennetz gestellt haben, ist eine Schlussfolgerung, die wohl inzwischen auch den WDR-Verwaltungschef erreicht hat.
Besonders bei den Selbstständigen und Freiberuflern stoßen die Forderungen, auf den für die Arbeit erforderlichen PC GEZ-Gebühren zu bezahlen, auf Unverständnis und Ablehnung. Die Tatsache, dass die Umsatzsteuer-Voranmeldung auf elektronischem Wege zu erfolgen habe, der dafür benötigte PC mit Internetanschluss nun aber mit der „Rundfunkgebühr“ belegt wird, erscheint vielen Firmen als der blanke Hohn.
Bis Ende 2008 wird mit einem Gebührenpotential von 20 Millionen Euro gerechnet, was etwa 100.000 angemeldeten „internetfähigen PCs“ entspricht. Ab dem 1.1.2007 müssen alle Privathaushalte, die weder Fernseher noch Radio, aber einen „internetfähigen PC“ besitzen, die volle GEZ-Gebühr bezahlen. Unternehmen werden nach ihrer Betriebsgröße behandelt.

Quelle: Golem

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