AMD ändert Athlon 64 Serie?

Angeblich neue CPUs für Athlon 64 X2 Reihe, Athlon 64 FX nur noch 4x4

Nach der letzten Preissenkung Anfang August hat AMD bekanntlich die Athlon 64 X2 Prozessoren mit den Modellnummern 4000+, 4400+ und 4800+ aus dem Programm genommen. Jetzt wird aus Hongkong berichtet, dass diese CPU-Modelle im November neu aufgelegt werden, allerdings mit anderen Spezifikationen. Außerdem sollen die bisherigen Athlon 64 FX Prozessoren künftig auch X2 heißen. Der Namenszusatz FX soll den CPUs von AMDs neuer 4×4 Plattform vorbehalten bleiben.

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Bis auf den brandneuen, erst Anfang September eingeführten Athlon 64 X2 5200+ waren die Athlon 64 X2 4000+, 4400+ und 4800+ die letzten Dual-Core CPUs dieser Serie mit zweimal 1 MByte Level-2 Cache. Alle anderen Athlon 64 X2 Modelle sind nun mit 2x 512 KByte L2-Cache ausgestattet. Wenn die Informationen aus Hongkong stimmen, dann wird AMD im November dieses Jahres die zuvor ausgelaufenen Prozessoren mit anderen Spezifikationen neu auflegen. Demnach basieren die neuen Athlon 64 X2 4000+, 4400+ und 4800+ auf dem in 65nm Technik gefertigten „Brisbane“ Kern mit 512 KByte L2-Cache pro CPU-Core. Zusätzlich sind sie um jeweils 100 MHz höher getaktet als die zuvor unter diesen Namen geführten Prozessoren, also mit 2.1 GHz, 2.3 GHz und 2.5 GHz. Außerdem werden sie alle über eine „Thermal Design Power“ (TDP) von 65 Watt verfügen, d.h. es gibt keine Version mit 89W mehr wie zuvor.
Daneben soll auch der Athlon 64 X2 5000+ in 65nm Technik erhältlich sein mit einem TDP von 76W statt 89W wie bei der 90nm-Version.
Um die Taktfrequenzen von 2.1, 2.3 und 2.5 GHz zu erreichen, ändert AMD den integrierten Taktmultiplikator der 65nm Prozessoren auf 0,5x. Bislang waren nur Taktraten in 200-MHz-Schritten möglich, da die 200 MHz des HyperTransport Bus die Basis bildeten und der Multiplikator 1x betrug. Mit dem neuen CPU-Multi ist AMD flexibler, allerdings muss dafür die integrierte „CPUID“ der neuen Prozessoren von zuvor 8bit auf 16bit erweitert werden. Das erfordert ein neues BIOS für bestehende Mainboards, damit diese CPUs korrekt erkannt werden.

Eine weitere Änderung betrifft die Athlon 64 FX Prozessoren, die bislang über den anderen Desktop-Serien thronten. Die bisher als „FX“ gekennzeichneten CPUs sollen umbenannt und in die Athlon 64 X2 Serie integriert werden. Der aktuell erhältliche Athlon 64 FX-62 mit 2.8 GHz und 2x 1 MByte L2-Cache würde demnach künftig Athlon 64 X2 5600+ heißen und der angeblich für November geplante FX-64 mit 3.0 GHz soll als Athlon 64 X2 6000+ auf den Markt kommen.
Die Athlon 64 FX Serie hört damit aber nicht auf zu existieren, im Gegenteil. Nach einem anderen Bericht aus Taiwan wird AMD Mitte November drei neue Prozessoren dieser Reihe einführen: FX-70, FX-72 und FX-74 mit 2.6, 2.8 und 3.0 GHz. Alle verfügen über zweimal 1 MByte L2-Cache und einen TDP von 125 Watt. Die Besonderheit: diese CPUs stellen die Basis für die Dual-CPU Plattform 4×4 dar, mit der AMD gegen die Quad-Core CPUs von Intel antreten will, solange die eigenen Prozessoren mit vier Kernen noch nicht marktreif sind. Die neuen Athlon 64 FX CPUs werden angeblich nicht mehr in Sockel 939 oder AM2 Bauweise gefertigt, sondern für den Sockel 1207, der bisher den Servermodellen von AMD vorbehalten war. Das allerdings dürfte die Preise für die 4×4 Mainboards in die Höhe treiben, weil hierfür mehr Entwicklungsaufwand von Seiten der Hersteller notwendig sei.

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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