AMDs Operating System Research Center in Dresden wird ein Jahr alt

(Auszug aus der Pressemitteilung)

Dresden, 1. Juni 2007 – Ein Jahr nach seiner Gründung ist das Operating System Research Center (OSRC) erfolgreiches Mitglied des weltweiten Forschungs- und Entwicklungsnetzwerkes von AMD und beschäftigt mehr als 20 Mitarbeiter.

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Als Bindeglied zwischen Entwicklern von Betriebssystemen und den weltweit agierenden Prozessorentwicklern von AMD, spielt das OSRC eine bedeutende Rolle in der Entwicklung von AMD-Produkten der nächsten Generation und der Entwicklung von Lösungen, die die Leistungsfähigkeit moderner Betriebssysteme und Anwendungen optimal auszunutzen.

Die Spezialisten des Entwicklungszentrums konzentrieren sich auf Betriebssystem-Virtualisierungen, Speichermanagement und Leistungssteuerungen, um eine bessere Nutzung von Multi-Core-Architekturen zu ermöglichen. Eine der ersten Aufgaben des Dresdner Teams war die Optimierung von Betriebssystemen für den künftigen AMD Opteron™ Quad-Core-Prozessor mit dem Codenamen „Barcelona“.

„Barcelona wird die Performance von Virtualisierungen mit Hilfe der so genannten Nested Paging-Technologie erhöhen“, sagte Chris Schläger, Direktor des Operating System Research Center von AMD. „Nested Paging verlagert den Prozess der virtuellen zur physikalischen Adressenübersetzung aus der Software direkt in die Hardware. Virtualisierungssoftware, die den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Betriebssysteme auf einem einzigen Server oder Client ermöglicht, erfährt durch Nested Paging deutliche Leistungssteigerungen.“

Neben der Virtualisierung hat die softwaregesteuerte Energieeffizienz weiterhin hohe Priorität bei AMD. Barcelona bringt neue, hochmoderne Leistungsmerkmale mit, die durch die neueste Generation der AMD PowerNow!™-Technologie ermöglicht wird. Da AMD PowerNow! eine Kombination von Hardware- und Softwaretechnologien ist, werden Schlüsselinnovationen hierzu im OSRC mitentwickelt.

Mit AMD PowerNow! und Barcelona werden Betriebssysteme erstmals in der Lage sein, die Leistung jedes einzelnen Prozessor-Kerns individuell zu regeln. Ein Computersystem benötigt dadurch nur so viel Energie, wie für die jeweiligen Aufgaben erforderlich sind. Es wird erwartet, dass sich auf diese Weise der durchschnittliche Stromverbrauch eines jeden Barcelona-basierten Computersystems signifikant reduziert und dadurch Energie- und Klimatisierungskosten in Datenzentren auch bei erhöhter Serverdichte deutlich sinken werden.

Das in Dresden angesiedelte Entwicklungszentrum setzt auf eine weltweite Teamstruktur. Neben dem in Dresden ansässigen Kernteam, arbeiten weitere Ingenieure in anderen Schlüsselregionen wie den USA. Durch diese geographisch offene Personalstruktur kann AMD mit entsprechenden Ressourcen vor Ort, schneller und effektiver auf die Erwartungen von Kunden und Partnern zu reagieren.

„Ausschlaggebend für die Ansiedlung des OSRC in Sachsen waren die ausgezeichneten Hochschulen, Forschungseinrichtungen und die sehr gut ausgebildeten Mitarbeiter“, sagte Earl Stahl, Vice President of Software Development bei AMD. „Nun suchen wir nach weiteren Talenten ein Europa und weltweit. Unser Ziel ist es, Software-Ingenieure mit einem Faible für Hardware-Entwicklung, sowie Elektroingenieure mit einem hohem Interesse an Softwareentwicklung zu finden, um perfekt aufeinander abgestimmte Software- und Hardwarelösungen.“

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