Xbox 360 Wireless Controller für Windows - Seite 5

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Pro Evolution Soccer 6

Wer schon länger Videospiele spielt weiß, dass es jahrelang keine Alternative zur FIFA-Serie aus dem Hause EA Sports gab. Versuche, die jährlich neu aufgelegte Reihe vom Thron zu schubsen, scheiterten kläglich. Ausgerechnet der japanische Hersteller Konami mischt seit 2003 mit seinem Pro Evolution Soccer (PES) die Welt der Fussballsimulationen am PC auf und die neueste Auflage PES 6 macht im direkten Vergleich zur PC-Version von FIFA 2007 wieder eine verdammt gute Figur.

Das Spiel wirkt nicht nur grafisch deutlich realistischer, sondern ist es auch spielerisch. Ersteres verdankt man einem klaren Bild, das keine zusätzlichen Verschwimmfilter oder ähnliches nutzt, welche das aktuelle FIFA- wie auch andere aktuelle Electronic Arts Spiele leider übertrieben einsetzen. Aber auch das Gameplay ist sehr gut. Das fängt bei den vielfältigen taktischen Einstellmöglichkeiten an, geht über eine abwechslungsreiche Steuerung der Spieler und endet in einer guten Ballphysik.

Aber PES 6 hat seine weniger schönen Seiten. Gravierend im direkten Vergleich zum aktuellen FIFA sind die Aufmachung und die Anzahl der Originalmannschaften und -spieler. Bei Konamis neustem Fussballtitel fühlt man sich ein wenig wie in einem Playstation-Emulator. Die Steuerung muss in einem separaten Programm eingestellt werden. Dort belegt man die Tasten eines abgebildeten Playstation-Controllers mit denen der eigenen Tastatur oder denen des eigenen Gamecontrollers. Menüs werden mittels „X“ betreten und mit „Dreieck“ verlassen. Apropos Menüs: Diese wirken auch sehr altbacken. Zum Speichern liegen 36 Speicherplätze pro Verzeichnis parat. Letztere sind auf 8 begrenzt – die Memorycard lässt grüßen.

Ein Grund, bei der FIFA-Serie zu bleiben, dürfte für viele deren Masse an Lizenzen sein. Originaldaten gibt es bei PES nur von der italienischen Serie A, der spanischen Primera Devision, der englischen Premier League, der französischen Ligue 1 und der niederländischen Eredivisie. Aus der Bundesliga gibt es nur die Bayern und selbst da fehlt „King Kahn“. Zu den Bayern gesellen sich immerhin einige hochklassige europäische Teams wie etwa Juventus Turin, Galatasaray Istanbul, der FC Porto und die Glasgow Rangers. Die Champions League und den UEFA-Cup gibt es leider offiziell auch nicht. Nationalmannschaften sind ausreichend vorhanden, aber hier ist es eher ein Glücksspiel, ob man Original oder Fantasie-Datensätze vorfindet.

Spielerisch gibt es wenig zu meckern, allerdings benötigt das Spiel ein wenig Eingewöhnungszeit. Tore schießt man in den ersten fünf Spielen kaum. Die Gegner-KI funktioniert aber selbst auf hohem Niveau gut, wer stärkeres braucht, spielt online.
Die Mitspieler-KI dagegen lässt leider etwas zu wünschen übrig und auch der automatische Spielerwechsel treibt den Spieler bei einigen Flanken gerne in den Wahnsinn. Außerdem scheint in Japan nicht bekannt zu sein, dass die gegnerische Mannschaft beim Einwurf keinen Abstand zum Werfer wie etwa beim Freistoss haben muss. Damit verschreckt man anfangs jeden potentiell Bekehrbaren.

Insgesamt ist Pro Evolution Soccer 6 ein Weltklasse-Fussballspiel. Man blickt quasi auf eine interaktive Live-Übertragung im Fernsehen. Wer hohen Wert auf Realismus legt, ist hier goldrichtig. Wer eher Aktion mag oder mit Schalke Meister werden will, kauft weiterhin FIFA.

Praxistest:
Im externen Tasteneditor lassen sich alle Tasten problemlos einem Spieler zuweisen. Dadurch hat man im Spiel die perfekte Kontrolle über die Mannschaft. Wer gerne PES6 am PC spielt, für den ist der Xbox 360 (Wireless) Controller für Windows fast ein Pflichtkauf.

Ergebnis: 10 von 10 Punkten

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