NZXT Hush – Silent Midi-Tower - Seite 3

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Innenleben

Im Innenraum geht es eng zu: Verbaut man einen wuchtigen CPU-Kühler und zudem ein großes Netzteil mit vielen, nicht abnehmbaren Kabeln, geht es rasch sehr gedrängt zu.


Blick ins Innere

Dennoch passen auch große Grafikkarten wie beispielsweise eine GeForce 8800 GTX in dieses Gehäuse – hierfür müssen dann jedoch beim SLI-Betrieb ganze drei 3,5“ Laufwerkschächte leer gelassen werden. Insgesamt ist Platz für bis zu vier 5,25“ und sieben 3,5“ Laufwerke. Zumindest vier der 3,5“ Schächte werden direkt vom an der Vorderseite verbauten 120mm-Lüfter gekühlt. Der Einbau geht schraubenlos von der Hand, doch ist das verwendete System etwas umständlich. Bevor man das Laufwerk einschieben kann, müssen zwei Plastik-Platten, auf denen je zwei Stifte sitzen, (ersetzen die Schrauben) herausgenommen werden, um dann wieder eingesetzt zu werden. Entsprechend müssen auch beide Seitentüren geöffnet werden.


Laufwerkschächte

Andere Gehäusehersteller verwenden hier einfachere Mechanismen, bei denen das Laufwerk lediglich eingeschoben werden muss und dann per Dreh- oder Bügelverschluss fixiert wird.
Generell stehen die Festplatten sehr weit ins Gehäuseinnere hinein, wodurch es noch enger zugeht. Muss später einmal die Grafikkarte getauscht werden, geht dies am einfachsten, wenn vorher die gegenüberliegende Festplatte herausgenommen wird. Hier hätte ein herausnehmbarer Festplattenkäfig Abhilfe geschaffen.


Mit eingebauter Festplatte

Mehr als die zwei erwähnten 120mm-Lüfter können nicht verbaut werden. Der vordere Lüfter ist transparent und per LED beleuchtet, wodurch automatisch auch die Gehäuse-Front im unteren Bereich in ein schwaches Licht gehüllt wird. Der rückseitig montierte Lüfter macht erneut deutlich, wie wenig Platz im Innenraum ist. Er steht ein Stück in den Raum hinein und stört beim Hardwareeinbau.


Rückseite mit 120mm-Lüfter

NZXT verkauft das Hush als Silent-Gehäuse, so wurde es im Inneren mit Dämmmatten ausgekleidet. Beide Seitentüren sowie Ober- und Unterseite wurden mit einer Dämmschicht versehen. Rückseite und Front hat man hingegen scheinbar vergessen. Ein dicker Minuspunkt für ein angebliches Silent-Gehäuse. Kopfschütteln rufen aber besonders die so genannten „Dämmmatten“ hervor.


Sehr dünn: Die Dämmmatten

Diese sind nichts mehr als ein schlechter Scherz, da extrem dünn und schlecht verklebt. An vielen Stellen löst sich bereits die Verklebung. Die von der Hardware ausgehende Abwärme tut im Praxistest ihr Übriges, um diesen Makel noch weiter voranzutreiben. Unter einem als „Silent-Gehäuse“ angepriesenen Produkt verstehen wir etwas anderes. Dazu gehören dicke Dämmmatten an jeder Stelle im Gehäuse. Eine feste Verklebung sollte ebenso selbstverständlich sein wie eine Festplattenentkopplung.

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