AMD-Erfolge im US-Einzelhandel

51% Marktanteil im Juli - AMD-Notebooks und AMD-PCs legen zu

Nach zuletzt wenigen Erfolgsmeldungen mit finanziellen Verlusten in den vergangenen Quartalen scheint der letzte Monat für AMD deutlich besser gelaufen zu sein. Im US-Einzelhandel konnte AMD im Juli Marktanteile von 51 Prozent erreichen. Im Vergleich zum Juni wurden Intel damit 13,4 Prozentpunkte abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich AMD immerhin um 4,3 Prozentpunkte steigern.

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Die Marktforscher von „Current Analysis“, die diese Zahlen ermittelt haben, sahen AMDs aggressive Preispolitik als Grund für die Erfolge. Allerdings seien die AMD-Systeme z.B. von Hewlett-Packard und Gateway trotzdem nicht viel billiger als vergleichbare Intel-PCs. Vergleicht man den Umsatz mit Computern im Juli, so kommt AMD hier auf 48,4%, während Intel 51,6% einstreicht.
Diese Zahlen gelten sowohl für Desktop-PCs als auch für Notebooks. Traditionell ist AMD besonders stark im Desktop-Segment und der Juli bildete keine Ausnahme. Genau zwei Drittel aller im letzten Monat im US-Einzelhandel verkauften Desktop-PCs basierten auf einem Prozessor von AMD. Allerdings war der durchschnittliche Verkaufspreis solcher Systeme etwas niedriger als bei Intel-PCs. Der Preis eines AMD-PCs lag im Schnitt bei 536 US-Dollar, während der durchschnittliche Intel-PC $657 kostete.
Das meistverkaufte AMD-System im Juli war der HP Pavilion a6110n mit Athlon 64 X2 4400+, 320 GByte Festplatte und 2 GByte Hauptspeicher. Der Preis lag bei $545. Der erfolgreichste Intel-PC, der HP Pavilion a6120n, basiert auf einem Core 2 Duo E4400 und verfügt ebenfalls über 320 GByte Festplatte und 2 GByte RAM. Dieses System kostete $610.
Auch im Notebook-Bereich konnte AMD deutlich zulegen und kam im Juli auf Marktanteile von 44,8 Prozent im US-Einzelhandel. Das sind 11,8 Prozentpunkte mehr als im Juni und sogar 20,5 Prozentpunkte mehr als im Januar dieses Jahres. Einen höheren Marktanteil bei Notebooks hatte AMD noch nie.
Dabei war der Preisunterschied zu Intel-Notebooks interessanterweise sehr gering. Nach Angaben der Marktforscher kostete ein AMD-Laptop im Schnitt 748 US-Dollar, während das Intel-Notebook im Juli mit durchschnittlich $764 zu Buche schlug.
Man darf gespannt sein, ob sich damit auch AMDs Finanzen in diesem Quartal erholen.

Quelle: TG Daily

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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