Nintendo gegen Modchips

Professionelle Händler abgemahnt

Nach Sony und Microsoft geht nun auch der Japanische Konsolenhersteller Nintendo gegen Händler von sogenannten Modchips vor. Mittels Modchips lassen sich Konsolen so modifizieren, dass sie auch selbst geschrieben Software, sogenanntes „Homebrew“, und Kopien von DVD-Rohlingen abspielen können. Auf für das Umgehen des Regionalcodes werden solche Chips gerne eingesetzt.

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Die Händler Videogamediscount, Gametop, Xtrem-Tuner, The Gamers World und Cheap-chip.com boten entweder fertige Modchip-Kits, bereits modifizierte Konsolen oder den professionellen Einbau von Modchips in die Konsolen ihrer Kunden an.

In dem Abmahnschreiben, dass die Händler erhielten, werden sie unter anderem dazu aufgefordert, den Lieferanten der Mod-Chips preiszugeben, die genauen Zahlen der verkauften und noch auf Lager befindlichen Mod-Chips und Wii Konsolen, die erziehlten Umsätze und Gewinne zu benennen und die noch auf Lager befindlichen Chips zu vernichten. Selbstverständlich schließt die Abmahnung auch die Leistung von Schadensersatz und Kostenerstattung mit ein.

Ob die Händler ihre Modchips aber wirklich von einem großen Lieferanten bezogen haben ist fraglich. Im Internet finden sich Bauanleitungen für Wii-Modchips, die lediglich grundlegenedes technisches Know-How und Materialkosten in Höhe von weniger als 10 Euro vorraussetzen. Als Lieferant für die „Modchips“ könnte sich also beispielsweise ein Großhändler herausstellen, der unter anderem den „Mega8“-Controller von Atmel im Programm hat.

Für interessierte findet sich auf Cheap-Chip.com der Originaltext der Abmahnung zu Download. Der Händler aus dem Ruhrgebiet empfiehlt seit dem Vorfall mit der Abmahnung die politische Unterstützung der Piratenpartei Deutschland.

Quelle: Heise

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