Die Zukunft von HD: 8K4K

High-Definition-Auflösung mit 7680 x 4320 Pixeln

Super-Hi-Vision (8K4K) soll der Nachfolger des aktuellen High-Definition-Standards Full HD heißen: Mit einer Auflösung von 7680 x 4320 Pixeln ist die neue Technologie über 16-mal leistungsfähiger als aktuelle HDTVs. Entwickelt wird 8K4K von den selben Technikern, die in den 80ern Hi-Vision (High-Definition) kreierten. Nicht nur, dass 8K4K eine Auflösung von ca. 33 Megapixeln ermöglicht, (zum Vergleich: Full HD bietet 2 Megapixel) auch 22.2-Audio-Systeme nutzen die Entwickler in den Laboren des Fernsehsenders NHK in Tokyo beim Experimentieren.

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Nobuyuki Hiruma, Leiter des Projekts in NHKs wissenschaftlich-technischen Laboren in Tokyo, erklärt, dass 8K4K auf Untersuchungen zur maximalen Wahrnehmungskraft des Menschen basiert. Kinos verwenden derzeit eine Auflösung von 4K2K. Hiruma übt daran Kritik: „4K2K ist ein digitales System, das die Auflösung analoger Filme abdeckt. Aber unser Super-Hi-Vision basiert auf Untersuchungen über die menschliche Wahrnehmung.“

Um die Vorteile der hohen Auflösung auszukosten, ist ein Bildschirm mit mindestens 100 Zoll nötig. NHK demonstriert die neue Technologie intern allerdings auf einem 450 Zoll Bildschirm. Für die Übertragung der Daten wären vollkommen neue Satelliten nötig: NHKs 15minütige Demonstration der Technologie fasst bereits 3,5 Terabyte Speicher. Die Resultate sollen jedoch entsprechend beeindruckend ausfallen.

NHK besteht darauf, dass die Technologie irgendwann Marktreife erlangt: Bereits nächstes Jahr will der Sender versuchsweise Beiträge in 4K2K-Auflösung ausstrahlen. Bis 2016 erhofft man sich öffentliche Sendungen in dieser Auflösung. 8K4K soll hingegen 2015 in die Experimentierphase gehen und 10 Jahre später auf breiter Fläche verfügbar sein. Die Technologie eignet sich besonders für große Bildschirme etwa bei öffentlichen Veranstaltungen.

Heimanwender müssen sich noch einige Zeit gedulden bis sie Super-Hi-Vision genießen können. Doch innerhalb der nächsten Jahre soll die Technologie immer wieder öffentlich demonstriert und weiterentwickelt werden.

Quelle: TechRadar

André Westphal

Redakteur

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