IBM heizt Gebäude mit Computer

Wasserkühlung sorgt für kühle Server und warme Räume

Der IBM Aquasar ist ein Supercomputer auf Basis zweier IBM BladeCenter in deren Innerem sowohl Intel-Nehalem-CPUs als auch IBM-PowerXCell-8i-Prozesoren werkeln. Der Aquasar nutzt ein Wasserkühlungssystem, das den Rechner auf 60 – 65 ° Celsius hält. Gleichzeitig kann das Wasser ins Heizsystem der jeweiligen Gebäude eingespeist werden, um diese zu wärmen. Mit einer Rechenleistung von ca. 10 Teraflops und angeblich bis zu 40 % weniger Stromverbauch als vergleichbare Rechner, könnte das System für einige Institutionen interessant sein.

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Zur Kühlung wird das Wasser bereits mit 60 °C in das Kühlsystem geleitet: Dies soll ausreichen, um die Prozessoren unter der kritischen Temperatur von 85 °C zu halten. Bei 65 °C wird das erwärtme Wasser ins Heizsystem des jeweiligen Gebäudes abgeleitet.

Zudem nutzt man ein neuartiges Wasserkühlungssystem bei dem das Wasser laut IBM direkt über die Oberfläche des Chips geleitet wird. 10 Liter Wasser sollen drei Mal pro Minute durch das System fließen. Ein Hitzeaustauschsystem soll die überschüssige Wärme dann direkt in die Heizung einspeisen ohne die Wasserkühlung zu beeinträchtigen.

IBM entwickelte den Aquasar-Supercomputer in Zusammenarbeit mit dem Swiss Federal Institute of Technology, welches den Rechner als erstes nutzen werden.

Quelle: bit-tech

André Westphal

Redakteur

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