SSD-Duell: Patriot Torqx vs. Mushkin Europe 2 - Seite 9

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Subjektive Einschätzung

Unter der subjektiven Einschätzung verstehen wir drei Dinge: Zum Einen ist es die Temperatur der Laufwerke. Aufgrund der meist fehlenden Temperatursensoren innerhalb der Laufwerke messen wir während unserer Belastungstest die Temperatur der Oberfläche mit Hilfe eines Kontaktfühlers.
Des Weiteren wird die Bootzeit eines Testimages ermittelt, auf welchem Windows Vista x64 samt unseren Benchmarkprogrammen vorhanden ist. Dabei messen wir ab dem BIOS-Auswahlmenü für das Bootmedium bis zum vollständigen Aufbau der Vista Sidebar, da sich dies sehr gut reproduzieren lässt.
Als dritter Punkt fließt ein nicht direkt messbares Ergebnis ein: Wir kopieren die Systempartition einer Workstation auf die jeweilige SSD. Anschließend arbeiten wir ganz normal mit dem System weiter und versuchen, den gefühlten Eindruck zu beschreiben.

Temperatur
Alle bisher getesteten SSDs erreichen in etwa die selbe Temperatur. Die Raumtemperatur betrug zum Messzeitpunkt ca. 23°C, die SSDs erreichen 27°C bis 28°C. Damit sind sie zwar kühler als normale Festplatten, aber dennoch nicht kalt. Besonders deutlich wird dies im Notebook (Dell M1330). Dort erwärmt sich auch eine SSD spürbar, wird aber nicht unangenehm.

Vista Bootzeit

Vista Booten

Core i7 920, MSI Eclipse, 6 GB DDR3-1066, GTX280, Vista x64

Dauer
takeMS 128GB
ST Ultradrive ME 128GB
Intel X25-M 80GB
OCZ Vertex 120GB
Patriot Torqx 128GB FW1370
Patriot Torqx 128GB FW1571
Mushkin ES2 120GB
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Vista bootet auf allen SSDs etwa gleich schnell. Nur die TakeMS SSD, basierend auf dem JMicron Controller, fällt deutlich ab.

Subjektive Arbeitsleistung
Ein Unterschied zwischen den Firmware-Versionen der Torqx Serie ist zwar deutlich zu messen, spürbar ist sie dagegen nicht. Gefühlt sind die Unterschiede zwischen den sehr schnellen SSDs mit Intels 10-Kanal-Controller und den auf Indilinx Barefoot basierenden Solid State Drives minimal. Beim Schreiben haben allerdings die Intel SSDs klar das nachsehen, störend wirkt es sich nicht aus. Aufgrund der niedrigeren Leistungsaufnahme gibt es jedoch eine klare Empfehlung für die Indilinx basierten SSDs, da diese mehr Leistung bieten und weniger Stromverbrauch zeigen.
Sehr positiv ist im Alltag das „Wipe“ Tool, welches unter anderem von Patriot, aber auch von Super Talent und OCZ angeboten wird (und den bekannten Trim-Befehl verwendet). Nach dem Start des Tools mit Administrator-Rechten ordnet es die Datenblöcke auf der SSD so an, dass die SSD wieder ihre volle Leistung erreicht. Der Vorgang war bei uns in weniger als zwei Minuten abgeschlossen.

Marc Kaiser

Redakteur

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