Mit Kindle durch Afghanistan?

Britische Soldaten wünschen sich E-Book-Reader zu Weihnachten

Britische Soldaten, die in Afghanistan stationiert sind, haben erstaunliche Dinge auf ihren Weihnachts-Wunschzetteln: Nicht Körperpanzerung, Laser-Zielfernrohre oder Minendetektoren stehen ganz oben auf den Listen – sondern E-Book-Lesegeräte. So berichtet zumindest die Website PC Pro. Angeblich raten Truppenführer den Soldaten zu E-Book-Readern, da sie die langen Wartezeiten erträglicher machen und im Gegensatz zu Media-Playern das Gehör unberührt lassen.

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Gadgets wie Sonys PRS-505, der iRex Iliad und der Amazon Kindle stehen demnach hoch im Kurs bei britischen Soldaten und sollen durch ihren Unterhaltungswert die Moral stärken. Ein Soldat berichtet: „Man hat uns erzählt, dass Afghanistan für uns eine Mischung aus extremer Anspannung und viel Herumsitzen und Warten bedeutet. Man kann nicht viele Bücher mit sich herum tragen und die Auswahl an erhältlichen Titeln ist hier gering.“

An diesem Punkt kommen anscheinend E-Book-Reader ins Spiel: Diese verbrauchen nur Strom, wenn der Bildschirm die angezeigten Inhalte wechseln muss und bedürfen daher seltener der Aufladung als Media- bzw. MP3-Abspielgeräte. Zudem können die Soldaten auf den Lesegeräten auch Familienphotos speichern – selbst wenn sie nur monochrom angezeigt werden.

Offensichtlich sind Soldaten demnach für Amazon und Co. eine interessante Zielgruppe. Zudem gibt es Tolstois „Krieg und Frieden“ ja als Gratis-Titel über das Projekt Gutenberg.

Quelle: PCPro

André Westphal

Redakteur

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