Grafikchips haben stark zugelegt

Erstaunliche Zuwachsraten bei Grafikchips - Intel vor Nvidia vor AMD

Grafikchips sind gegenüber Rezessionen offenbar immun. Die Marktforscher von JPR berichten, dass der Markt für Grafikhardware im letzten Jahr erstaunlich stark zugelegt hat und die Erwartungen noch übertroffen hat. 2009 wurden demnach 14 % mehr Grafikchips und Chipsätze mit integrierter Grafik verkauft als 2008. Im Quartalsvergleich mit dem Vorjahr konnten Intel und AMD zulegen, während Nvidia Marktanteile verloren hat.

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Erstmals wurde die Marke von 400 Millionen Grafikchips in einem Jahr übersprungen: 425,4 Mio. wurden 2009 ausgeliefert (inkl. integrierter Chipsets).
Im vierten Quartal führte Intel weiter das Feld an, laut JPR aufgrund der Verkäufe von Netbooks auf Atom Basis (mit integrierter Grafik). AMD konnte bei den integrierten Chipsätzen für Notebooks hinzugewinnen, im Vergleich zum dritten Quartal verlor AMD aber Marktanteile bei Grafikkarten und diskreten Notebook-Grafikchips aufgrund der Schwierigkeiten mit der Fertigung in 40-Nanometer-Technik. Nvidia verlor bei den Chipsätzen sowohl im Desktop- als auch im Notebookbereich, konnte bei den Grafikkarten aber etwas zulegen gegenüber dem dritten Quartal.
Im Jahresendvergleich aber musste Nvidia Federn lassen. Ende 2008 hatte Nvidia noch 30,6 Prozent Marktanteil, Ende 2009 nur noch 24,3 %. AMD verbesserte sich in diesem Zeitraum leicht – von 19,3 auf 19,9 %. Marktführer Intel legte deutlich mehr zu – von 47,7 auf 55,2 %.
Matrox, SiS und VIA bzw. S3 spielen kaum noch eine Rolle und haben im Jahresvergleich alle mehr oder wenig deutlich verloren. Matrox konnte seine Verkaufszahlen immerhin zum Jahresende wieder steigern: vom dritten zum vierten Quartal um 67 %.

Für das laufende Jahr erwarten die Marktforscher von JPR eine noch deutlichere Steigerung der Verkaufszahlen von Grafikchips und Chipsätzen sowie seit neuestem auch Prozessoren (Intel Clarkdale) mit integrierter Grafik. Die Prognose liegt bei 544 Mio. Grafikchips 2010, was einer Zunahme von fast 28 % gegenüber 2009 entspricht.

Quelle: Pressemitteilung

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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