Bald 3D-Technik ohne Brillen?

Taiwanesische Forscher erreichen Durchbruch

Wer aktuell echte 3D-Filme und -Spiele genießen möchte, ist auf Polarisations- oder Shutter-Brillen angewiesen. Zwar existieren Techniken, die ohne Brillen auskommen, doch liefern diese niedrig aufgelöste Bilder und extrem begrenzte Blickwinkel. Jetzt wollen Wissenschaftler an der Chia-Tong-Universität in Taiwan jedoch einen Durchbruch in Richtung brillenloses 3D erzielt haben: Durch eine Vielzahl spezieller Prismen im Display reduziert man die Verwischungseffekte und kann auch hohe Auflösungen und mehr Blickwinkel nutzen.

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Zwar gäbe es immer noch eine eingeschränkte Anzahl idealer Betrachtungszonen, doch durch den Verbau mehrerer Prismen pro Pixel lassen sich diese laut den Wissenschaftlern erhöhen. Würde man etwa pro Pixel elf Prismen einsetzen, könnten 100 Film-Freunde den 3D-Effekt in identischer Qualität gleichzeitig erleben.

Die Prismen brechen jeweils das dargestellte Bild und senden zwei Signale, eins an das linke und eins an das rechte Auge. Das Problem bei bisherigen Bildschirmen auf Basis dieser Technik war, dass meistens ein Teil des Bildes, das für das linke bzw. rechte Auge bestimmt war, auch das jeweils andere Auge erreichte. So kam es zu unangenehmen Überlagerungseffekten. Die Wissenschaftler der Chia-Tong-Universität eliminierten diesen Effekt durch genaue Abstimmung der Prismen und exaktere Bestimmung der möglichen Blickwinkel. Der größte Vorteil der neuen Technik ist allerdings, dass sich die Ursprungsauflösung des Bildes erhalten lässt.

Bis die Technik allerdings in Kinos oder gar daheim bei Heimkino-Fans zum Einsatz kommt, könnte noch einige Zeit vergehen.

Quelle: Physorg

André Westphal

Redakteur

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