Seagate: Übernahme abgelehnt

Vorschlag von Western Digital wurde ausgeschlagen

Der Festplattenhersteller Seagate soll kürzlich ein Übernahmeangebot seitens Western Digital abgelehnt haben. Zuvor hatte man bereits einen Vorschlag von TPG Capital ausgeschlagen. Die Verbindung mit Western Digital hätte eventuell die Kartellwächter auf den Plan gerufen und Entlassungen im Management zur Folge gehabt – zwei wichtige Gründe warum das Unternehmen das Angebot laut anonymen Quellen abgelehnt habe. Wie viel Western Digital geboten hat, ist unklar. Der Analyst Ashok Kumar glaubt, dass Seagate damit richtig gelegen hat das Angebot abzulehnen.

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Laut Kumar, der für die Firma Rodman & Renshaw LLC in New York tätig ist, gäbe es viel zu viele Produktüberschneidungen zwischen Seagate und Western Digital, so dass für niemanden ein Mehrwert entstanden wäre.

Seagates Marktwert liegt aktuell bei ca. 6,9 Milliarden US-Dollar. Western Digital wiederum verkauft zwar weniger, doch der Marktwert liegt mit ca. 8 Milliarden US-Dollar höher. Weder die Sprecher von Seagate noch von Western Digital haben sich bisher zu den potentiellen Übernahmeverhandlungen geäußert. Am Aktienmarkt sorgten die Gerüchte immerhin für einen Anstieg des Aktienwertes der Firma Seagate um 4,4 %.

Analysten glauben, dass statt Übernahmen oder Zusammenschlüssen vielmehr bessere Organisation der Lagerbestände und Bestellungen bei Zulieferern nötig wären. Dann könnte man die eigenen Preise besser kalkulieren und die Produktionskapaziäten auf einem geeigneten Niveau halten.

Quelle: Bloomberg

André Westphal

Redakteur

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