Valve: „Sandy Bridge macht PCs zu Konsolen“

Entwicklerstudio sieht Vorteile in integrierten Grafikkernen

Gabe Newell, der Geschäftsführer des Entwicklerstudios und Steam-Betreibers Valve, lobt Intels neue Prozessorgeneration Sandy Bridge in den höchsten Tönen: „Sandy Bridge eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten und ermöglicht auf PCs nun eine geschlossene Spieleerfahrung – ähnlich aktuellen Konsolen.“ So will Valve „Portal 2“ speziell für Intels Sandy-Bridge-CPUs mit integrierten Grafikkernen optimieren. Zu bedenken ist, dass Newell in der Vergangenheit bereits in einer Marketing-Kampagne für AMDs und Nvidias diskrete Grafiklösungen warb. In ähnlicher Weise lobt er nun Intels integrierte GPU-Kerne.

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Die Leistung der neuen Grafikkerne liegt in etwa auf einem Niveau mit AMDs Radeon HD 5400 – spielt also lediglich im Einstiegssegment mit. Gleichzeitig unterstützen Intels Sandy-Bridge-Grafikkerne aber nur DirectX 10.1 und OpenGL 3, während halbwegs aktuelle Grafikkarten von AMD und Nvidia DirectX 11, OpenCL 1 und verschiedene GPGPU-Techniken bieten.

Dank der Multiplattformentwicklung für Konsolen und PCs basieren die meisten Spiele immer noch auf DirectX 9. Viele Entwickler beziehen aber mittlerweile bei PC-Titeln auch DirectX-11-Funktionen ein. Valve geht nun laut Newell einen anderen Weg und konzentiert sich auf integrierte DirectX-10.1-Lösungen – für einen Spieleentwickler ein ungewöhnlicher Schritt. Schließlich erwarten die meisten Spieler von einem PC-Entwicklerstudio den Einsatz aktuellster Technik – zumal laut Valves eigenen Hardware-Umfragen nur 6,2 % der Steam-Nutzer Intel-Grafiklösungen nutzen und 92 % auf diskrete Grafiklösungen von AMD und Nvidia setzen.

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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