EA: „Cloud-Gaming nicht die Zukunft“

Glaubt weiterhin an physische Medien

Der Geschäftsführer des großen Spiele-Publishers Electronic Arts, John Riccitiello, hat sich zur Zukunft der Videospiele-Industrie geäußert. Seiner Meinung nach ist der aktuelle Hype um cloudbasierte Lösungen übertrieben. Physische Medien soll es seiner Ansicht nach noch lange geben: „Wird die Disk auf lange Sicht verschwinden? Für mich ist das nicht abzusehen.“ Riccitiello fährt fort: „Ich denke die Disk ist vielmehr ein großartiger Einstieg für digitale Geschäftsmodelle wie etwa MMOs.“ Auch reines Cloud-Gaming wie etwa über OnLive sei laut dem EA-Geschäftsführer noch zu problemanfällig.

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„Ich denke nicht, dass die Anwender ihre Spiele nur noch als Streams wollen. Ich denke sie legen dafür zu viel Wert darauf, dass die Spiele reibungslos funktionieren“, kritisiert Riccitiello cloudbasierte Dienste. Er gesteht immerhin zu, dass sich Streams für manche Spiele eignen könnten, aber oftmals sei es sicherlich einfacher sich das Spiel selbst zu installieren: „Zum Beispiel wäre es reichlich albern ein Spiel wie ‚Scrabble‘ per Stream anzubieten.“ Stattdessen könnten sich Spieler derlei Titel in wenigen Minuten installieren und dann selbst auf schwachen Rechnern in besserer Qualität genießen als per Stream.

Der EA-Geschäftsführer wägt ab, dass es Kunden ohnehin weniger darum gehe wie sie an ein Spiel gelangen als dass die Software möglichst unproblematisch funktioniere. Aus diesem Grund werde sich ein Angebot wie OnLive etwa niemals für Egoshooter auf LAN-Partys durchsetzen, weil es in jenem Rahmen auf geringste Verzögerungen ankäme. Die Technik müsse laut Riccitiello möglichst unsichtbar sein, nur dann würde sie angenommen.

Quelle: bit-tech

André Westphal

Redakteur

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