Netgear-CEO attackiert Apple

Auch Microsoft bekommt sein Fett weg

Der internationale Vorsitzende des Unternehmens Netgear, bekannt für seine Netzwerk-Lösungen, hat sowohl Apple als auch Microsoft scharf kritisiert. Patrick Lo führt Apples Erfolg auf proprietäre, geschlossene Lösungen zurück, die seiner Meinung nach auf lange Sicht durch offen Plattformen wie Googles Android verdrängt werden. Laut Lo funktioniere Apples geschlossenes Geschäftsmodell nur, weil sie in einigen Produktkategorien, wie etwa Media-Playern, den Markt geradezu beherrschen. Für ihn ist das aber nur eine Übergangsphase, die bald zu Ungunsten Apples enden soll.

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Lo spekuliert weiter: „Sobald Steve Jobs zurücktritt, was nicht mehr lange dauern dürfte, muss Apple sich entscheiden, ob sie ihre Plattform öffnen wollen.“ Bereits jetzt habe Google Apple mit Android in den Marktanteilen im Smartphone-Segment überholt, so dass Apple reagieren müsse.

Der Netgear-Chef vergleicht den Kampf Apple vs. Google mit dem von Betamax vs. VHS in den 80ern oder den proprietären Netzwerkprotokollen in den Mac- bzw. Windows-Betriebssystemen, die längst gegen den dominanten TCP/IP-Standard verloren haben. Laut Lo könne auf die Dauer nur die offenere Plattform gewinnen.

Etwa seien die Filmstudios bereits jetzt von der Apple-Plattform iTunes alles andere als begeistert, da sie im Grunde ein „Schutzgeld“ an Steve Jobs abgeben müssten, nur um ihre Inhalte an den Mann zu bringen. Lo hält dies für aberwitzig, denn die eigentlichen Anbieter zahlen an Apple, obwohl weder Apple noch Steve Jobs die Inhalte gehören.

Doch Lo hat es nicht nur auf Apple abgesehen, sondern winkt auch bei dem Namen Microsoft ab: „Microsoft ist für mich heute schon Schnee von gestern.“ So habe Microsoft im Smartphone-Segment überhaupt keine Chance mit seinem Windows Phone 7, da das Microsoft-Betriebssystem in der Benutzerfreundlichkeit weit hinter Android und iOS zurückstehe.

Harte Worte gegen Apple und Microsoft also und man darf gespannt sein, ob eine der Firmen auf Los Kritik reagiert.

Quelle: SydneyMorningHerald

André Westphal

Redakteur

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