Nokia: Investoren sind unzufrieden

Windows Phone 7 ist für einige der falsche Weg

Offenbar hat Nokia nicht nur Intel enttäuscht als das Unternehmen ankündigte bei seinen zukünftigen Smartphones auf Microsofts Windows Phone 7 zu setzen. Eine Gruppe von neun Kleinaktionären ist mit der Strategie des derzeitigen Nokia-Geschäftsführers extrem unzufrieden und möchte beim nächsten Investorentreffen am dritten Mai für die Rückkehr zum Fokus auf die MeeGo-Plattform plädieren. Die Aktionärs-Gemeinschaft nennt sich „Nokia Plan B“ und besteht aus neun jungen Aktionären, die zuvor selbst bei Nokia gearbeitet hatten. Besonders Stepehen Elop ist ihnen ein Dorn im Auge.

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Elop, ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter, hat sich wenig überraschend dafür entschieden mit seinen alten Kumpels gemeinsame Sache zu machen und Windows Phone 7 für Nokia-Smartphones zu adaptieren. Die Entscheidung ist umstritten. So fordern Nokia Plan B auf ihrer Facebook-Seite:

– Feuert Stephen Elop und ersetzt ihn durch einen Geschäftsführer mit Erfahrung im internationalen Mobilfunk-Markt
– Feuert andere Manager wie etwa den Leiter des Services Tero Ojänpera, den Verkaufsleiter Niklas Savaner und den Kopf der Produktentwicklung, Mary McDowell
– Begrenzt den Einsatz von Windows Phone 7 auf ein oder zwei Smartphones im nordamerikanischen Raum
– Macht MeeGo zu Nokias Haupt-Betriebssystem für Smartphones
– Erhöht Symbians Lebenszyklus noch um mindestens 5 Jahre
– Führt die Abteilungen für Forschung und Entwicklung an einem Ort zusammen und beendet das Outsourcing

Die Gruppe untermauert ihre Aussagen etwa mit einem Statement vom ehemaligen Nokia-Manager Horace Dediu: Jener verweist auf vergangene Partnerschaften zwischen Microsoft und LG, Motorola und Palm, die ebenfalls am Markt kaum Früchte getragen hätten. Ob Nokia Plan B mit seinen Forderungen Erfolg hat, bleibt abzuwarten.

UPDATE:
Nokia Plan B hat mittlerweile bereits wieder kapituliert. Zwar gelang es zahlreiche Privatanleger zur Unterstützung zu bewegen, die großen institutionellen Anleger lehnten aber ab, was den Forderungen jede ernsthafte Hoffnung raubte.

Quelle: BusinessInsider

André Westphal

Redakteur

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