Cameron fordert 3D-Kennzeichnungen

Um konvertiertes von nativem 3D abzugrenzen

James Cameron gilt als einer der 3D-Vorreiter, seit er mit „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ den Hype um die Technik erst ins Rollen gebracht hat. Jetzt fordert er gemeinsam mit Jon Landau, dem Produzenten des Cameron-Films „Titanic“, eine Kennezeichnung von konvertierten 3D-Filmen. Besonders Landau ist der Meinung, dass nachträglich nach 3D konvertierte Filme sonst ein „Betrug am Zuschauer“ seien. Laut Landau habe man selbst bei der Konvertierung von „Titanic“, in die man ein ganzes Jahr investiert habe, im Grunde nur „2,8D“ erreicht. Etwa komme die Farbgebung eines konvertierten Films nie an natives 3D-Material heran.

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Landau verspricht allerdings, dass „Titanic“ das bestmögliche Ergebnis sei, dass man mit einer 3D-Konvertierung erreichen könne. So habe er auch keine Angst den Film mit einer Kennzeichnung „3D-konvertiert“ zu versehen, da das Ergebnis alle bisher konvertierten Filme in den Schatten stelle. Der Produzent ärgert sich, dass man überall groß „IMAX 3D“ oder „Real3D“ als Logos prangen sehe, aber nie darauf hingewiesen werde, ob ein Film nachträglich konvertiert sei. Diese Transparenz gegenüber den Zuschauern gehöre aber zum guten Ton.

Ob der Appell allerdings von den Filmstudios erhört wird, ist zweifelhaft: Aus Marketingsicht wäre eine solche Kennzeichnung von konvertiertem Material vermutlich kontraproduktiv.

Quelle: Bluray-Disc.de

André Westphal

Redakteur

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